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31.10.2014

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Schuldenstandseffekte der Stabilisierungsmaßnahmen im Rahmen der Finanzmarktkrise und der europäischen Staatsschuldenkrise

Die Infografik zeigt die Entwicklung der Maastricht-Schuldenstandsquote von 2007 bis 2020 mit und ohne Maßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarkt- und europäischen Staatsschuldenkrise. Der Schuldenstand liegt im Jahr 2007 bei rund 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Aufgrund der Finanzmarktkrise steigt er 2010 massiv auf etwa circa 83 Prozent an. Nach einem Rückgang im Jahr 2011 wächst die Maastricht-Schuldenstandsquote erneut auf rund 79 Prozent des BIP. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die Maßnahmen zur Abwehr der europäischen Staatsschuldenkrise. Im Jahr 2013 sank die Schuldenstandsquote auf 77,1 Prozent. Die positive Entwicklung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen sowie der fortgesetzte Portfolioabbau bei den Abwicklungsanstalten führen auch mittelfristig zu einem kontinuierlichen Rückgang der Schuldenstandsquote bis auf rund 66 Prozent des BIP im Jahr 2017.

Die Effekte der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarkt- und der europäischen Staatsschuldenkrise auf die Entwicklung der Maastricht-Schuldenstandsquote kommen insbesondere seit 2010 zur Geltung. Die Rückführung dieser Maßnahmen trägt maßgeblich zum Rückgang der Schuldenstandsquote bis 2018 bei. Zwar lassen die im Rahmen der europäischen Staatsschuldenkrise ergriffenen Maßnahmen für sich genommen den Schuldenstand ansteigen, ab 2013 werden diese Auswirkungen aber von den schuldenstandsmindernden Effekten überkompensiert. Die Entwicklung einer um Kriseneffekte bereinigten Schuldenstandsquote zeigt aufgrund der eingeschlagenen Konsolidierungsstrategie seit 2009 einen klaren Abwärtstrend, der sich ab 2014 deutlich verstärkt, sodass die bereinigte Quote bereits 2016 wieder unter dem Maastricht-Referenzwert von 60 Prozent des BIP liegen wird.

Stand: Oktober 2016

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Die Infografik zeigt die Entwicklung der Maastricht-Schuldenstandsquote von 2007 bis 2020 mit und ohne Maßnahmen im Zusammenhang mit der Finanzmarkt- und europäischen Staatsschuldenkrise. Die Effekte der Maßnahmen kommen vor allem seit 2010 zur Geltung.
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

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