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27.04.2017

Deutsch-Fran­zö­si­scher Ent­de­ckungs­tag 2017

Zum diesjährigen Deutsch-Französischen Entdeckungstag hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) am 26. April 2017 rund 80 Jugendliche zu einem abwechslungsreichen Programm ins Detlev-Rohwedder-Haus eingeladen: Schülerinnen und Schüler des Eckener Gymnasiums Berlin-Tempelhof und Austauschschüler aus Frankreich in Begleitung ihrer Lehrerinnen und Lehrer sowie Auszubildende der BASF Ludwigshafen.

Eine große Gruppe von Menschen beim Deutsch-Französischen Entdeckungstag 2017 im Bundesministerium der Finanzen.
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Im Mittelpunkt des Programms stand eine Diskussion der Jugendlichen mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble über die deutsch-französischen Herausforderungen in der Europa- und Finanzpolitik. Der Minister stellte in der Diskussionsrunde, die von Dr. Markus Ingenlath (Generalsekretär des DFJW) moderiert wurde, den Stellenwert des Entdeckungstages heraus: „Es ist mir eine Freude, junge Menschen aus Deutschland und Frankreich im Bundesfinanzministerium zu begrüßen und mit ihnen über die Herausforderungen für unsere beiden Länder und für Europa insgesamt zu diskutieren. Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist ein Kernstück der europäischen Einigung.“

In einem weiteren Programmpunkt des Entdeckungstages konnten die Jugendlichen in mehreren Workshops mit Vertretern des BMF aktuelle europa- und weltpolitische Themen ergründen, z.B. zum Euro, zur Zukunft Europas, zur deutschen G20-Präsidentschaft oder zur deutsch-französischen Zusammenarbeit selbst. Auch alltagsbezogene Themen wie Berufsmobilität spielten eine Rolle. Während der Diskussion berichtete beispielsweise eine Chemielaborantin von den praktischen Schwierigkeiten, mit ihrer deutschen Qualifikation eine adäquate Arbeit in Frankreich zu finden. Es bestand Einigkeit, dass die beiderseitigen Bemühungen zur Anerkennung von Berufsabschlüssen auch in der Praxis weiter fortgesetzt werden müssen.

Umrahmt wurde das inhaltliche Programm von einer Führung durch die Räume und wechselvolle Geschichte des Detlev-Rohwedder-Hauses, ein „Haus deutscher Geschichte“, das viel Aufschluss gibt über die Notwendigkeit einer starken deutsch-französischen Zusammenarbeit ganz konkret und der europäischen Einigung im Allgemeinen.

Der Deutsch-Französische Entdeckungstag wurde im Jahr 2006 von der deutschen Bundesregierung und der französischen Regierung ins Leben gerufen, um jungen Deutschen und Franzosen die Gelegenheit zu geben, an diesem Tag in Unternehmen und Verwaltungen in Deutschland und Frankreich erfahren zu können, wie interessant und lohnenswert eine berufliche Tätigkeit im deutsch-französischen Bereich sein kann. Nach dem Bericht des DFJW, das den Entdeckungstag betreut, haben in den ersten zehn Jahren über 35.000 junge Deutsche und Franzosen teilgenommen. Allein im Jahr 2016 haben auf diese Weise 5.200 Jugendliche, darunter 30% junge Menschen mit besonderem Förderbedarf, die deutsch-französische Arbeitswelt kennengelernt. Der damit gegebene Anreiz, über nationale Grenzen hinweg zu blicken und auch europäische Mobilitätsprogramme zu nutzen, fördert nicht zuletzt das Vertrauen der Jugendlichen in ein vereintes Europa.

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