Navigation und Service

29.03.2011

Jah­res­be­richt der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on über die öf­fent­li­chen Fi­nan­zen in der Wirt­schafts- und Wäh­rungs­u­ni­on 2010

Der Bericht zu den öffentlichen Finanzen in der Wirtschafts- und Währungsunion (sog. Public Finance Report) wird jährlich von der Kommission herausgegeben und befasst sich vor allem mit Analysen zu laufenden Entwicklungen in der EU und den Mitgliedstaaten.

Im Bericht 2010 wird ein Überblick über einige derzeit aktuelle Themen im Bereich der öffentlichen Finanzen in Europa geliefert. Der Bericht thematisiert Budgetentwicklungen in den Mitgliedsstaaten im Verlauf des Zyklus, das Verfahren und Methoden zur Haushaltsüberwachung, bisherige Finanzkrisen und fiskalpolitische Empfehlungen und externe Ungleichgewichte.

Zur Haushaltslage stellt der Bericht fest, dass es in 2009 zu einer weiteren und gegenüber dem Vorjahr signifikanten Verschlechterung kam. Das durchschnittliche Haushaltsdefizit in der Eurozone stieg von 2,0 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2008 auf 6,3 % des BIP, in der EU insgesamt um 4,5 Prozentpunkte auf 6,8 % des BIP. Die Staatsschuldenquote der Eurozonen Mitgliedstaaten stieg 2009, zum Teil durch den starken Anstieg der Verschuldung Spaniens, um 9,3 Prozentpunkte auf 78,7 % des BIP. Für 2011 wird vor dem Hintergrund hoher Primärdefizite, geringen Wachstums und steigender Zinszahlungen ein weiterer Anstieg auf 88,5 % des BIP erwartet. Für die EU insgesamt rechnet die EU-Kommission mit einer Erhöhung der Staatsschuldenquote von 73,6% des BIP in 2009 auf 83,8 % des BIP in 2011.

Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht der Europäischen Kommission

Seite teilen und Drucken