Navigation und Service

26.10.2014

Er­geb­nis­se der bis­her um­fang­reichs­ten Prü­fung des eu­ro­päi­schen Ban­ken­sek­tors lie­gen vor

Die Ergebnisse der bisher umfangreichsten europäischen Bankenprüfung liegen vor – ein weiterer wichtiger Schritt, die Transparenz und damit das Vertrauen in den europäischen Bankensektor zu stärken.

Ungefähr ein Jahr lang dauerte die umfassende Bankenprüfung („Comprehensive Assessment“), welche die Europäische Zentralbank (EZB) in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority - EBA) und den nationalen Aufsichtsbehörden der Eurozone durchgeführt hat.

Die Ergebnisse zu den 130 am Verfahren beteiligten europäischen Instituten liegen nun vor.

Bundesfinanzminister Schäuble macht deutlich, wie wichtig die neuen europäischen Aufsichtsmechanismen sind:

„Heute hat die Europäische Zentralbank die Ergebnisse ihrer umfassenden Bewertung über die Banken in der Eurozone veröffentlicht. Diese umfasst auch einen Stresstest, der in Zusammenarbeit mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) in 28 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Dies ist die bisher umfangreichste Prüfung des europäischen Bankensektors. Eine so umfassende Überprüfung der bedeutendsten Bankengruppen in jedem Land und im gesamten Euro-Währungsgebiet durchzuführen, ist eine beeindruckende Leistung der Europäischen Aufsichtsbehörden.

Die umfassende Bewertung dient dazu, die Transparenz und damit das Vertrauen in den europäischen Bankensektor zu stärken. Basis dafür ist ein glaubwürdiger Stresstest, der strenge Maßstäbe anlegt. Es ist ausdrückliches Ziel der Übung, Schwachstellen offenzulegen und die Bankbilanzen zu bereinigen. Diese Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start der neuen europäischen Aufsicht, die am 4. November 2014 ihre Arbeit aufnimmt.

Die Ergebnisse bestätigen meinen Eindruck, dass deutsche Banken gut vorgesorgt haben. Einzelne haben im Laufe des Jahres weitere Kapitalmaßnahmen vorgenommen. Für deutsche Banken sind daher keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Banken, die eine Kapitallücke aufweisen, bekommen nun zunächst Zeit, diese selbst zu schließen. Erst danach greift eine klare Haftungskaskade, die wir auf europäischer Ebene vereinbart haben. Staatliche Mittel stünden dabei an letzter Stelle.“

Ausführliche Ergebnisse zu den überprüften deutschen Instituten finden Sie auf der Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter www.bafin.de/ca und zu allen überprüften europäischen Instituten auf der Internetseite der EZB unter www.ecb.europa.eu/ssm/assessment.

Seite teilen und drucken