Navigation und Service

22.02.2016

G20-Fi­nanz­mi­nis­ter und -No­ten­bank­gou­ver­neu­re tref­fen sich in Schang­hai

Deutsche Unterstützung für wachstumsfreundliche Strukturreformen und Indikatoren zur Messung der Reformfortschritte.

Der Finanzdistrikt von Shanghai

Der Finanzdistrikt von Shanghai  
Quelle:  picture alliance / Mika Schmidt

Bei ihrem ersten Treffen unter chinesischer G20-Präsidentschaft werden die Finanzminister und Notenbankgouverneure am 26. und 27. Februar 2016 in Schanghai die aktuelle Lage und Perspektiven der Weltwirtschaft erörtern. Deutschland wird sich für die umfassende Umsetzung von Strukturreformen als Basis für künftiges Wachstum aussprechen. Dabei unterstützt die Bundesrepublik die Initiative der chinesischen Präsidentschaft einer erweiterten Strukturreformagenda. Im Rahmen dieser Agenda sollen Prinzipien für besonders wachstumsfreundliche Strukturreformen sowie Indikatoren zur Messung der Reformfortschritte erarbeitet werden.

In einigen Bereichen der G20-Agenda geht es aktuell vor allem um die Umsetzung der in den letzten Jahren getroffenen Vereinbarungen. Hierzu zählen der G20-Aktionsplan zu BEPS (Base Erosion and Profit Shifting), mit dem die Möglichkeiten internationaler Konzerne, ihre Unternehmensgewinne steuerlich zu verkürzen und zu verlagern, beschränkt werden sollen und eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen im Finanzmarktbereich.

Außerdem werden die G20 nach dem erfolgreichen Abschluss der letzten Quotenreform für den Internationalen Währungsfonds (IWF) über weitere Schritte zur Weiterentwicklung der internationalen Finanzmarktarchitektur beraten. Hierzu gehören neben weiteren IWF-Reformen auch Fragen des internationalen Kapitalverkehrs.

Ein wichtiges Thema ist darüber hinaus die Frage, wie es gelingen kann, die Finanzierung von Terrorismus wirksamer zu bekämpfen, in dem von Terroristen genutzten Finanzkanäle und -produkte einer stärkeren Kontrolle unterworfen werden.

Neu hinzugekommen ist auf chinesische Initiative das Thema „Green Finance“. Hier gibt es eine neue G20-Arbeitsgruppe, die sich mit der Frage befassen wird, wie die Fähigkeit des Finanzsektors verbessert werden kann, privates Kapital für „grüne“ Investitionen zu mobilisieren. Außerdem geht es darum, das inhärente Risiko von Umweltkatastrophen und Klimawandel transparenter zu machen, um die Bewertung von Finanzprodukten durch Finanzinstitute zu verbessern.

Die Finanzminister und Notenbankgouverneure werden am 27. Februar die Ergebnisse ihrer Beratungen in einem Kommuniqué veröffentlichen.

Seite teilen und Drucken