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26.01.2017

Zau­ber­wort Bil­dung

"Digitising finance, financial inclusion and financial literacy" war der Titel der G20-Konferenz, die das Bundesfinanzministerium und die Deutsche Bundesbank am Mittwoch, den 25. Januar 2017 im Schloss Biebrich in Wiesbaden veranstalteten. Die Eröffnungrede hielt Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für finanzielle Inklusion und Entwicklung, Ehrenvorsitzende der Globalen Partnerschaft für finanzielle Inklusion. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble nahm gemeinsam mit Prof. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrat der SAP AG, an einer moderierten Diskussion teil. Das Thema Digitalisierung ist einer der finanzpolitischen Schwerpunkte der deutschen G20-Präsidentschaft.

Dr. Wolfgang Schäuble mit Prof. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrat der SAP AG, bei der G20 Konferenz der Deutschen Bundesbank in Wiesbaden
Dr. Wolfgang Schäuble mit Prof. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrat der SAP AG, bei der G20 Konferenz der Deutschen Bundesbank in Wiesbaden Quelle:  Frank Rumpenhorst / Bundesbank

Die Digitalisierung stellt eine der größten Neuerungen unserer Zeit dar. Sie bietet enorme Potentiale, führt aber auch zu Besorgnissen bei Bürgerinnen und Bürgern. Es liegt an uns dafür zu sorgen, dass die Chancen der Digitalisierung ihre Risiken überwiegen.

Dies ist eines der zentralen Ergebnisse aus dem Gespräch, das Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und SAP-Gründer Hasso Plattner am 25. Januar 2017 in Wiesbaden miteinander führten. Der moderierte Austausch war zentraler Programmpunkt der von der Deutschen Bundesbank anlässlich der deutschen G20-Präsidentschaft veranstalteten Digitalisierungs-Konferenz. Über 250 Gäste aus dem In- und Ausland tauschten sich in deren Rahmen zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft aus, unter ihnen auch der Bundesminister des Inneren, Thomas De Maizière, der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, und der Australische Finanzminister Scott Morrison.

„Die Digitalisierung unserer Welt ist eng mit Globalisierung verbunden. Das betrifft auch aber nicht nur den Finanzbereich. Eine immer stärker vernetzte Welt gemeinsam verantwortungsvoll zu gestalten gehört daher auch zu den Kernanliegen der deutschen G20-Präsidentschaft,“ führte der Bundesfinanzminister aus. Der Politik seien hier unterschiedliche Aufgaben gestellt – diese reichten von einer Weiterentwicklung bestehender Standards der Cyber-Sicherheit bis hin zu Fragen nach Anpassungen im Steuersystem. Nicht zuletzt sei es auch Aufgabe der Politik, über hierbei erarbeitete Lösungen transparent in den unterschiedlichen Kanälen der digitalen Kommunikation Bürgerinnen und Bürger zu informieren.

„Die Geschichte hat uns gelehrt: Es gibt nur ein Zauberwort für Gesellschaften, um sich langfristig und erfolgreich auf neue Lebens- und Arbeitswelten einzustellen und das heißt Bildung“, schloss Wolfgang Schäuble ab. Dabei ginge es nicht alleine um technologische Bildung. Es ginge auch um die Fähigkeiten, sich mit neuen, fremden und komplexen Zusammenhängen auseinanderzusetzen und in vielfältigen Gesellschaften Einigungen herzustellen.

Das Thema Digitalisierung wird im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft weiter diskutiert werden u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen (Workshop „Helping SMEs Go Global – Moving Forward in SME Finance“ am 23. und 24. Februar in Frankfurt am Main).

Das Bundesministerium der Finanzen möchte zudem Chancen der Digitalisierung für die internationale Zusammenarbeit unmittelbar erfahrbar machen. Der zu diesem Zweck gemeinsam mit der Hamburger Joachim-Herz Stiftung entwickelte „Global Classroom in the G20 Finance Track“ will Schülerinnen und Schüler in Deutschland und den weiteren G20-Mitgliedsländern miteinander in Kontakt bringen, um gemeinsam an Lösungen für globale Herausforderungen zu arbeiten (weitere Informationen hierzu unter www.global-classroom.de).  

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