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25.05.2011

Staat pro­fi­tiert nicht von stei­gen­den Ben­zin­prei­sen

Staatsanteil an Benzinkosten gesunken

Es ist eine Mär, dass sich der Staat eine goldene Nase an steigenden Benzinpreisen verdient.

Übrigens ist der Steueranteil am Spritpreis sogar prozentual zurückgegangen. Bei Diesel sank er von 1999 bis 2010 von 63 auf 54 Prozent. Seitdem macht der steigende Rohölpreis einen immer größeren Anteil an den Tankstellenpreisen aus.

Zwar scheint der Staat durch die Mehrwertsteuer von einem höheren Benzinpreis zu profitieren. Aber wenn Autofahrer mehr Geld für Benzin ausgeben, bezahlen sie weniger für andere Leistungen. In Summe fallen deshalb für den Staat praktisch die gleichen Einnahmen aus der Mehrwertsteuer an.

Geben die Autofahrer aber den gleichen Betrag für Benzin aus wie vor einer Preiserhöhung – und bekommen für ihr Geld weniger Benzin – dann sinken sogar die Einnahmen des Fiskus. Die Energiesteuer ist ein Festbetrag pro Liter, bei Benzin 65,45 Cent. Werden also weniger Liter Kraftstoff gekauft, erhält der Staat weniger Geld.

Rechnen Sie selber nach: mit dem interaktiven Benzinpreisrechner. (erfordert einen Flashplayer)

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