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05.09.2014

Kir­chen­steu­er - Nütz­li­che Hin­wei­se des BMF

Kirchensteuer wird aufgrund von Kirchensteuergesetzen erhoben, die von den gesetzgebenden Körperschaften der Bundesländer verabschiedet wurden. Die Bundesländer üben auch die Staatsaufsicht über die kirchlichen Rechtsetzungsakte aus. Die Kirchensteuer wird vom Staat eingezogen, ihr Aufkommen steht jedoch den Kirchen zu. Die Kirchensteuer wird im Allgemeinen bei der Veranlagung zur Einkommensteuer von den Finanzämtern festgesetzt und erhoben. Bei den Lohnsteuerpflichtigen berechnet der Arbeitgeber die Kirchensteuer nach dem am Wohnsitz des Arbeitnehmers geltenden Steuersatz und führt sie zusammen mit der Lohnsteuer an das Finanzamt ab.

Die Abwicklung des allgemeinen Besteuerungsverfahrens obliegt den jeweils zuständigen Landesfinanzbehörden. Das Bundesministerium der Finanzen darf keine Auskünfte zu Rechtsfragen oder steuerlichen Einzelfällen erteilen. Deshalb sind etwaige Fragen an die Landesfinanzministerien, die Mittelbehörden der Länder (Oberfinanzdirektionen, Landesämter für Steuern und Landesfinanzdirektionen) und an die Finanzämter zu richten. Die Landesfinanzbehörden informieren teilweise in ihren Internetangeboten über die Kirchensteuer.

Die Kirchensteuererhebung wird für den Bereich der Kapitalerträge modernisiert und vereinfacht. Für das Jahr 2014 müssen die Angehörigen der kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaften zwar noch das gesetzlich vorgeschriebene Antragsverfahren nutzen, um den Kirchensteuerabzug bereits bei der Abgeltungsteuer zu veranlassen. Zum Stichtag 1. Januar 2015 wird aber ein automatisiertes Verfahren zum Abzug von Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge eingerichtet. Das Verfahren wird vom BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer

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