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12.12.2017

Das Zoll­kri­mi­nal­amt fei­ert sein 25-jäh­ri­ges Be­ste­hen

Das Zollkriminalamt (ZKA) feierte am 11. Dezember 2017 mit zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland am Hauptsitz in Köln sein 25-jähriges Bestehen. Beim Festakt hob Colette Hercher, Leiterin der Zollabteilung, die Rolle des ZKA als zentrale Behörde für Ermittlungen von besonderer Bedeutung und als wesentlichen Kooperationspartner für andere Sicherheitsbehörden auf nationaler und internationaler Ebene hervor.

Colette Hercher betonte zudem, dass der deutsche Zoll seit langem auf eine intensive, ressortübergreifende und mit internationalen Partnerbehörden abgestimmte Zusammenarbeit setzt. Daher ist das ZKA weltweit an 17 Standorten mit eigenen Zollverbindungsbeamten vertreten und hat Zöllnerinnen und Zöllner zu dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), Europol, Interpol und zur WZO entsandt. Auch der Vizepräsident der Generalzolldirektion, Hans Josef Haas, der Leiter des ZKA, Norbert Drude und der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, würdigten in ihren Festreden die Leistungen und die Zusammenarbeit des ZKA mit nationalen und internationalen Behörden. Alle eint die Ansicht, dass in Zeiten der wachsenden internationalen Vernetzung der Organisierten Kriminalität die Digitalisierung der Verwaltung, Cybersicherheit und neue Informationstechnik hohe Flexibilität von der Zollverwaltung und dem ZKA verlangen.

Das ZKA ist Zentralstelle des deutschen Zollfahndungsdienstes, dessen Hauptaufgabe die Verfolgung und Verhütung der mittleren, schweren und Organisierten Zollkriminalität ist. Hierzu zählen insbesondere die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels sowie des Schmuggels von Waffen, illegaler Arzneimittel oder artengeschützter Tiere und Pflanzen und der Rauschgiftkriminalität. In besonders bedeutenden Fällen, wie insbesondere Ermittlungen im Bereich des Außenwirtschaftsrechts, übernimmt das ZKA im Auftrag der Staatsanwaltschaft selbst die Ermittlungen.

Die Behörde hat seine Wurzeln in dem bereits im Jahr 1952 errichteten Zollkriminalinstitut, das im Juli 1992 in das ZKA überführt wurde. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Sicherheitsarchitektur und gehört seit Januar 2016 zur Generalzolldirektion.

Das ZKA bildet mit den acht Zollfahndungsämtern Berlin-Brandenburg, Dresden, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart den Zollfahndungsdienst und koordiniert diesen. Es fungiert zudem als eine der Zentralstellen für das Auskunfts- und Nachrichtenwesen in der deutschen Bundeszollverwaltung.

Am 26. Juni 2017 wurde die Financial Intelligence Unit (FIU) vom Bundeskriminalamt im Geschäftsbereich des BMI zum Zoll verlagert und als neue Abteilung an das ZKA angegliedert. Die FIU soll mit verstärkten Befugnissen als „Intelligence-Einrichtung“ Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mittels gezielter Analyse verhindern und hierdurch insbesondere die Strafverfolgungsbehörden entlasten. Das effektive Verhindern und Verfolgen von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sind Ziele, die im internationalen Konsens verfolgt werden. Diese wurden auf deutscher Ebene mit der Neuorganisation der FIU beim ZKA unter Berücksichtigung europäischer Vorgaben umgesetzt.

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