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27.03.2014

Das Ka­bi­nett stellt sich vor: der Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter

Ein neues, für den YouTube-Kanal der Bundesregierung produziertes Video portraitiert Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Dabei offenbart der Chef des Finanzressorts, dass er gerne abends etwas länger auf ist und was er an diesen Abenden am liebsten macht. Der nach eigenen Worten „ganz engagierte und überzeugte Europäer“ unterstreicht die Wichtigkeit der Fortentwicklung der Währungsunion hin zu einer politischen Union mit einem starken Euro und erklärt, warum funktionierende Finanzmärkte Regeln brauchen. Außerdem erfahren wir, wer bei (fast) allen wichtigen Fragen der engste Berater des Ministers ist.

Frage: Früher Vogel oder Nachteule?

Antwort: Eher Nachteule.

Frage: SC Freiburg oder Bayern München?

Antwort: Na ja, wenn sie gegeneinander spielen SC Freiburg, aber in der Champions League Bayern München.

Frage: Philharmonie oder Stadion?

Antwort: Eher Philharmonie. Na ich habe schon als Schüler Geige gelernt. Und habe dann in einer Reihe von Streichorchestern gespielt, so wie man eben damals in sehr jungen Jahren auf dem Land Geige gespielt hat. Ich weiß nicht, ob es für die Zuhörer auch schön war. Aber dadurch hat man natürlich einen Zugang zu klassischer Musik ganz anders als wenn man es nur aus Konzerten oder Konserve kennt. Und so ist das im Laufe der Zeit gewachsen.

Frage: Warum wurden Sie Politiker?

Antwort: Ich nehme an, ich habe mich schon in jungen Jahren als Schüler für Politik sehr interessiert. Als Student auch. Ich habe mich dann als Student so ein bisschen in den Jugendorganisationen engagiert. Ich vermute, dass das aus meinem Elternhaus kommt. Mein Vater war auch politisch engagiert. Meine beiden Brüder sind es beide gewesen. Das kann nicht nur Zufall sein. Also wird es ein bisschen aus dem Elternhaus von meinem Vater her geprägt worden sein. Da hat es mir immer Freude gemacht und dann habe ich das Glück gehabt, dass ich das, was ich als Freizeitbeschäftigung hatte, als Hobby, dass das plötzlich als Abgeordneter Beruf wurde. Und das macht mir immer noch Freude.

Frage: Was war ihr erstes politisches Amt?

Antwort: Bundestagsabgeordneter, wenn Sie so rechnen. Natürlich, ich glaube mein erstes Amt war Vorsitzender des RCDS Freiburg. An der Uni in Freiburg. Aber wenn Sie ein richtiges politisches Amt im engeren Sinne nehmen, dann war es Bundestagsabgeordneter. Das ist immer noch mein erstes politisches Amt - und mein wichtigstes.

Frage: Was ist jetzt Ihr wichtigstes Projekt?

Antwort: Na gut, ich würde nicht nur zu einem Projekt was sagen. Wir müssen Europa weiter voran bringen. Wir haben große Fortschritte gemacht. Ich bin ein ganz engagierter und überzeugter Europäer und wir müssen natürlich dafür sorgen, dass wir die ordentliche wirtschaftliche Lage, die wir erreicht haben, auch durch eine sehr vernünftige, solide, Vertrauen sichernde Finanzpolitik, dass wir die fortsetzen. Und da sind wir gut unterwegs. Und das wollen wir fortsetzen.

Frage: Wo sehen Sie die Währungsunion in zehn Jahren?

Antwort: Die Währungsunion in 10 Jahren wird außerhalb jeder Diskussion sein. Der Euro ist heute schon nach dem Dollar die wichtigste und vertrauenswürdigste weltweite Reservewährung. Das wird sich so fortsetzen. Ich hoffe, dass wir in 10 Jahren nicht nur die Währungsunion in Europa haben, sondern dass wir ein großes Stück weiter in Richtung einer politischen Union Europas sind. Das natürlich dann auch weiterhin eine starke solide Währung hat.

Frage: Welche Lehren ziehen Sie aus der Finanzkrise?

Antwort: Dass man Regeln braucht, dass es eben nicht so ist, dass je mehr Freiheit, umso besser, sondern Freiheit, damit sie nachhaltig ist. Damit sie stabil ist, braucht Regeln und Grenzen. Bei den Finanzmärkten war es ganz einfach. Da hat man lange Zeit gesagt, ich bin der Versuchung auch unterlegen. Deregulierung. Deregulierung. Deregulierung. Am Schluss war alles dereguliert und die Finanzmärkte haben sich selbst zerstört. Und wer musste sie retten, die blöden Politiker. Dafür waren sie dann gut genug. Deshalb ziehen wir die Lehren und schaffen jetzt Regeln. Das passt vielen nicht. Aber es muss sein.

Frage: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Antwort: Na wahrscheinlich am meisten Lesen. Gut, ich fahre viel Hand-Bike am Wochenende, wenn ich kann. Ich gehe oft in ein Konzert oder ins Theater. Oder Oper, Kino auch manchmal. Manchmal essen gehen, aber das nimmt ab.

Frage: Wen fragen Sie um Rat?

Antwort: Das hängt davon ab, wenn es um gesundheitliche Probleme geht, mein Arzt. In den meisten Lebensfragen oder fast in allem natürlich meine Frau. Das ist mein wichtigster Ratgeber.

Frage: Wie sieht ein guter Feierabend aus?

Antwort: Tja, ein Feierabend nach einem Arbeitstag. Entweder ins Konzert gehen oder ins Theater oder schön essen gehen mit meiner Frau oder mit Freunden. Das ist auch sehr schön.

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