Friedrich der II. von Preußen, der Große, ist die herausragende Gestalt der preußischen Geschichte und zugleich einer der berühmtesten Deutschen – auch im internationalen Maßstab.

Seit über 200 Jahren ist er eine „Marke“ deutscher Kultur, und seine baulichen Hinterlassenschaften haben Potsdam weltberühmt gemacht.
Trotz seiner großen Leistungen als Staatsmann und Feldherr sind es weniger diese, als vielmehr seine faszinierende Persönlichkeit, die die ungebrochene Popularität Friedrichs ausmachen. Militärisches Genie und flötespielender Philosoph, Hundefreund und streitlustiger Literat, Rheinsberg und „Alter Fritz“ verbinden sich im kollektiven Gedächtnis zu einem Konglomerat, das bis heute fasziniert und herausfordert.
Persönlich war Friedrich ein Mensch von Bescheidenheit. Im Umgang mit Konventionen war er etwas nachlässig. Sein Arbeitsethos (viel leisten, wenig hervortreten, mehr sein als scheinen) hat das Verhalten der Menschen in Deutschland beeinflusst. Sein Mythos wurde missbraucht. Sein Leben war nicht frei von Schuld und Fehlern.
Der 300. Geburtstag Friedrichs bietet 2012 die Gelegenheit, sich dieser faszinierenden Persönlichkeit neu zu nähern und seine Relevanz für uns heute zu reflektieren.