Wirtschaft und Verwaltung24.08.2008  

Verkauf der KfW-Anteile an der IKB

IKB bleibt als wichtiger Mittelstandsfinanzierer erhalten

Unter Abwägung aller möglichen Alternativen stellt der Verkauf der IKB-Anteile die bestmögliche Lösung dar. Eine Insolvenz [Glossar] der IKB hätte zu einem weit reichenden Vertrauensverlust und zu einem großen Schaden für den Finanzplatz Deutschland geführt – mit negativen Folgen für Wachstum und Beschäftigung. Auf der anderen Seite wäre der in anderen Staaten (Großbritannien/ Northern Rock) beschrittene Weg der Verstaatlichung einer Bank mit einer weit höheren Belastung der öffentlichen Haushalte [Glossar] verbunden gewesen. Zusätzlich zu den der KfW bereits zur Verfügung gestellten 1,2 Mrd. übernimmt der Bund im Rahmen des Verkaufes nur noch eine Garantie in Höhe von bis zu 600 Mio. € gegenüber der KfW. Der Eintritt des Garantiefalles ist jedoch unwahrscheinlich.

Die Entscheidung zum Verkauf der IKB an den Finanzinvestor Lone Star erfolgte nach einer Gesamtbewertung von mehreren Kriterien. Wichtig ist: Mit dem finanzstarken Investor gelingt es, die IKB als wichtigen Mittelstandsfinanzierer in Deutschland zu erhalten. Gleichzeitig bleiben die bisherigen und zukünftigen Risiken für KfW und Bund klar begrenzt.

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