
Wolfgang Schäuble zu Gast bei n-tv: „Wir sind auf dem richtigen Weg“
G7-Treffen: Konkreter Maßnahmenkatalog vorgelegt
Die Notenbanken und Finanzminister der G7-Staaten haben bei ihrem Treffen in Washington vom 10. bis 11. April den Druck auf die globale Finanzbranche erhöht. Das Financial Stability Forum (FSF), ein internationales Gremium aus hochrangigen Vertretern von Ministerien, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, legte einen Abschlußbericht mit konkreten Maßnahmen und Empfehlungen vor. Der Abschlussbericht ist nicht zuletzt ein Erfolg für die deutsche Politik: Alle wesentlichen Forderungen, die von deutscher Seite beim Treffen der G7-Finanzminister in Tokio Anfang Februar vorgebracht wurden, finden sich dort wieder.
Der Bericht setzt zudem ein klares Signal gegen einen „Turbo-Kapitalismus“, der allein auf die Kraft der Märkte setzt. Die aktuelle Finanzmarktkrise hat gezeigt: Die Fähigkeit der Märkte, sich zum Wohle aller selbst zu regulieren, ist begrenzt. Notwendig sind deshalb auch wirksame Maßnahmen auf politischer Ebene.
Zwei Ziele stehen für die G7 im Vordergrund: Die aktuelle Finanzmarktkrise zu mildern und die Märkte gegenüber künftigen Krisen widerstandsfähiger zu machen.
Kurzfristig notwendige Maßnahmen:
Die Finanzinstitute
Die Notenbanken werden weiterhin flexibel auf Entwicklungen an den Märkten reagieren.
Mittel- bis langfristig:
Verbesserung
Jetzt geht es um die Implementierung. Die ersten Maßnahmen sollen innerhalb von 100 Tagen umgesetzt sein. Die Verantwortung hierfür liegt nun vor allem auch beim Privatsektor - jetzt sind die Finanzinstitute, Ratingagenturen und Investoren am Zug.
Im kommenden Herbst wird der FSF dann über den Stand der Umsetzung und weitere notwendige Schritte informieren.