
Wolfgang Schäuble zu Gast bei n-tv: „Wir sind auf dem richtigen Weg“
G20 wollen Finanzmarktkrise auch international entschlossen begegnen

Um die internationale Finanzkrise nachhaltig bekämpfen zu können und für die Zukunft besser gerüstet zu sein, wurde bereits beim G20-Treffen im November 2008 in Washington ein Aktionsplan mit 47 Maßnahmen beschlossen.
Zentraler Grundsatz des Aktionsplans: Künftig sollen kein Finanzmarktakteur, kein Finanzprodukt und kein Finanzmarkt [Glossar] ohne Aufsicht und Regulierung bleiben. Ein Erfolg wurde bereits bei der Umsetzung der kurzfristigen Maßnahmen erzielt: So konnte beispielsweise die grenzüberschreitende Aufsicht deutlich verbessert werden.
Beim aktuellen Treffen am 13. und 14. März 2009 im britischen Horsham einigten sich alle Teilnehmerländer darauf, die gesamte Agenda des Aktionsplans von Washington weiter zügig voranzutreiben und umzusetzen. Dies soll am 2. April in London beschlossen werden.
Die Beschlüsse decken sich mit den von der Bundesregierung geforderten Verbesserungen hinsichtlich der internationalen Finanzarchitektur und zeigen, dass bereits zahlreiche Maßnahmen wirken und ein deutliches Plus an Transparenz und Regulierung an den Finanzmärkten zu verzeichnen ist. Mit seinen zwei Konjunkturprogrammen im Umfang von rund 90 Milliarden Euro [Glossar] in 2009 und 2010 liegt Deutschland im Vergleich weit vorne und hat so eindrucksvolle Impulse gesetzt. Wichtig ist: Um ihre Wirkung entfalten zu können, muss nun den beschlossenen Maßnahmen die notwendige Zeit eingeräumt werden zu wirken.