Neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt gerechte Verteilung der Steuerlast
Spitzenverdiener tragen am meisten zum Einkommensteueraufkommen bei – und damit zur Finanzierung des Staates. Überdies reduziert das System der progressiven Einkommensbesteuerung die Einkommensungleichheit in Deutschland. Das hat eine am 25. Februar 2008 publizierte Studie des DIW ermittelt. Ihre Ergebnisse und Schlussfolgerungen decken sich weitgehend mit denen des Bundesfinanzministeriums, auch wenn diese im Detail auf anderen Berechnungsgrundlagen basieren.
Die Kernergebnisse der DIW-Studie (Untersuchungszeitraum 1992-2002) zur Steuerlastverteilung:
Parallel dazu die Berechnungen des Bundesfinanzministeriums:
Die Studie des DIW kommt allerdings auch zu dem Schluss, dass die 450 reichsten Deutschen im Schnitt nur 34 Prozent an Einkommensteuern zahlten. Dieses Ergebnis des DIW ist jedoch Folge eines anderen Einkommensbegriffs. Damit sind die Auswertungen nicht direkt mit den üblicherweise veröffentlichten Analysen zur Steuerbelastung vergleichbar.
Das Bundesfinanzministerium hat in seinen Berechnungen einen Durchschnittssteuersatz von 42 Prozent für die 450 Steuerfälle mit dem höchsten zu versteuernden Einkommen ermittelt (Jahr 2002).
Entscheidend ist aber, dass das DIW – unabhängig von diesen methodischen Unterschieden – die Wirksamkeit des Systems belegt: Die Progression lässt den Steuersatz mit der Höhe des Bruttoeinkommens steigen. Ein deutlicher Umverteilungseffekt der Einkommensteuer [Glossar] sei statistisch nachweisbar.
Es ist ein Märchen, dass Reiche kaum Steuern zahlen.