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18.09.2014

Ent­ste­hung

Von der Idee zur Marke

Früher entschieden die Landesfürsten allein darüber, was auf einer Briefmarke zu sehen ist. Heute kann jeder Themen vorschlagen.

Jährlich erhält das Finanzministerium ca. 500 Einsendungen für Sondermarken. Rund 50 haben die Chance, verwirklicht zu werden. Das letzte Wort hat der Bundesfinanzminister. Die Auswahl folgt einem klar definierten Kriterienkatalog. 

Eine Grafik, die die Entstehung der Briefmarke zeigt
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Geburtshelfer der Briefmarke

Die deutschen Briefmarken sollen Deutschland repräsentieren – doch was macht unser Land aus? Bei der Beantwortung dieser Frage unterstützen den Bundesfinanzminister zwei Gremien, in denen Politiker sitzen, Verwaltungsfachleute, Grafiker, Philatelisten (Briefmarkensammler) und Vertreter der Post:

  • Der Programmbeirat macht sich Gedanken über die Themen der Briefmarken, prüft die Anregungen aus der Bevölkerung für neue Briefmarken und stellt eine Vorschlagsliste für die Neuerscheinungen eines Jahres zusammen.
  • Der Kunstbeirat beurteilt die grafische Qualität der Entwürfe. 1954 wurde der Kunstbeirat zum ersten Mal einberufen  – nachdem es harsche Kritik an der Gestaltung der Briefmarken der jungen Bundesrepublik gehagelt hatte.

Rund 100 Grafiker kümmern sich derzeit um die Gestaltung der deutschen Briefmarken.
Für jede neue Marke bittet das Finanzministerium sechs bis acht von ihnen, einen Entwurf abzugeben.

Auf einer Fläche von nur wenigen Quadratzentimetern wird jeder Entwurf liebevoll ausgestaltet. Das macht die einzelne Marke zum kleinen Kunstwerk.

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