Navigation und Service

Sie sind hier:

Eu­ro­päi­sche Wirt­schafts- und Wäh­rungs­u­ni­on

Bei der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) handelt es sich um einen Zusammenschluss der EU-Mitgliedstaaten zur Harmonisierung ihrer Wirtschafts- und Währungspolitik, unter anderem mit dem Ziel, die Einführung des Euro als gemeinsame Währung innerhalb dieser Union zu ermöglichen.

Die Infografik beschreibt in einem vertikalen Zeitstrahl die Chronologie der Europäischen Union.

Von unten nach oben sind die einzelnen Etappen der Chronologie:

1969Beschluss zur beschleunigten Integration, zur Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) und zur politischen Zusammenarbeit
1972Gründung des Europäischen Währungsverbundes
1979Inkrafttreten des Europäischen Währungssystems
1990Beginn der 1. Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU)
1994Beginn der 1. Stufe der WWU
1998Errichtung der Europäischen Zentralbank (EZB)
1999Beginn der 3. Stufe der WWU
Einführung des Euro als Buchgeld
2002Einführung des Euro als Bargeld in Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Finnland
2007Einführung des Euro als Bargeld in Slovenien
2008Einführung des Euro als Bargeld in Zypern, Malta
2009Einführung des Euro als Bargeld in der Slowakei
2011Einführung des Euro als Bargeld in Estland
2014Einführung des Euro als Bargeld in Lettland
2015Einführung des Euro als Bargeld in Litauen

Stand: Februar 2014

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Die Infografik stellt die wichtigsten Entwicklungsschritte der Eurozone in chronologischer Reihenfolge dar - von 1969 (Beschluss zur Einführung der Wirtschafts- und Währungsunion) bis 2014 (Einführung des Euro in Lettland)
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Die WWU entwickelte sich in drei Stufen:

Stufe I (1. Juli 1990 bis 31. Dezember 1993):

  • Liberalisierung des Kapitalverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten
  • Engere wirtschaftspolitische Abstimmung der Regierungen
  • Verstärkte Zusammenarbeit der Zentralbanken

Stufe II (1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1998):

  • Konvergenz der innerstaatlichen Wirtschafts- und Währungspolitiken durch die sogenannten Maastricht-Kriterien, die 1993 im Vertrag von Maastricht festgeschrieben wurden. Jedes Land muss diese Kriterien erfüllen, bevor es die dritte Stufe der WWU erreicht und den Euro einführen darf:

    • Preisstabilität: Die Inflationsrate eines EU-Staats darf max. 1,5 Prozentpunkte über der durchschnittlichen Rate der drei Mitgliedstaaten mit der niedrigsten Inflation liegen
    • Langfristige Zinssätze: Die langfristigen Zinsen in einem EU-Staat dürfen max. 2 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Zinssatz der drei Mitgliedstaaten mit den niedrigsten Zinsen liegen
    • Wechselkurs: Ein EU-Staat muss zwei Jahre dem Europäischen Währungssystem angehören und darf seine Währung in dieser Zeit nicht eigenständig abwerten
    • Vermeidung übermäßiger öffentlicher Verschuldung: Das Defizit darf max. 3 % und die Schuldenquote max. 60 % des Bruttoinlandprodukts betragen

Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI) im Jahr 1994 und als Nachfolgeinstitution die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 1998

Stufe III (seit 1. Januar 1999):

  • Unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse
  • Einführung der einheitlichen Währung an den Devisenmärkten und im elektronischen Zahlungsverkehr

Mit Beginn der dritten Stufe der WWU wurde der Euro in elf Mitgliedstaaten eingeführt: Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Spanien, Portugal, Irland, Österreich und Finnland. Zwei Jahre später kam Griechenland hinzu. In diesen 12 Mitgliedstaaten wurde das Euro-Bargeld am 1. Januar 2002 eingeführt.

Drei der „alten“ Mitgliedstaaten haben die gemeinsame Währung bislang nicht eingeführt: Das Vereinigte Königreich und Dänemark, für die beide eine Ausnahmeregelung gilt, sowie Schweden, das sich durch einen negativ verlaufenen Volksentscheid im September 2003 gebunden fühlt. Für die Staaten, die der Union am 1. Mai 2004 bzw. am 1. Januar 2007 beigetreten sind, gilt, dass sie den Euro einführen, sobald sie alle Konvergenzkriterien hierfür erfüllen. Mittlerweile sind Slowenien zum 1. Januar 2007, Malta und Zypern zum 1. Januar 2008, die Slowakei zum 1. Januar 2009, Estland zum 1. Januar 2011 und Lettland zum 1. Januar 2014 der Eurozone beigetreten.

Die Infografik zeigt eine Landkarte von Europa, auf der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hervorgehoben werden. Euro-Länder der EU sind nach dem Jahr der Währungseinführung farblich unterschiedlich gekennzeichnet.

Aus der Grafik sind folgende Gruppen zu entnehmen:

Einführung des Euro im Jahr 1999: Luxemburg, Finnland, Irland, Belgien, Niederlande, Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Portugal

Einführung des Euro im Jahr 2001: Griechenland

Einführung des Euro im Jahr 2007: Slowenien

Einführung des Euro im Jahr 2008: Zypern und Malta

Einführung des Euro im Jahr 2009: Slowakei

Einführung des Euro im Jahr 2011: Estland

Einführung des Euro im Jahr 2014: Lettland

Einführung des Euro im Jahr 2015: Litauen

EU-Mitgliedstaaten, die den Euro bisher nicht eingeführt haben: Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Die Infografik zeigt eine Landkarte von Europa, auf der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hervorgehoben werden. Euro-Länder der EU sind nach dem Jahr der Währungseinführung farblich unterschiedlich gekennzeichnet.
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Euro-StaatenZeitpunkt der EuroeinführungLink zum nationalen Finanzministerium
Deutschland1. Januar 1999

Belgien

1. Januar 1999Das belgische Finanzministerium

Finnland

1. Januar 1999Das finnische Finanzministerium

Frankreich

1. Januar 1999Das französische Wirtschafts- und Finanzministerium
Irland1. Januar 1999Das irische Finanzministerium
Italien1. Januar 1999Das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium
Luxemburg1. Januar 1999Das luxemburgische Finanzministerium
Niederlande1. Januar 1999Das niederländische Finanzministerium
Österreich1. Januar 1999Das österreichische Finanzministerium
Portugal1. Januar 1999Das portugiesische Finanzministerium
Spanien1. Januar 1999Das spanische Finanzministerium
Griechenland1. Januar 2001Das griechische Finanzministerium
Slowenien1. Januar 2007Das slowenische Finanzministerium
Malta1. Januar 2008Das maltesische Finanzministerium
Zypern1. Januar 2008Das zypriotische Finanzministerium
Slowakei1. Januar 2009Das slowakische Finanzministerium
Estland1. Januar 2011Das estnische Finanzministerium

Lettland

1. Januar 2014Das lettische Finanzministerium
Litauen1. Januar 2015Das litauische Finanzministerium
Nicht-Euro-EU-StaatenLink zum nationalen Finanzministerium
BulgarienDas bulgarische Finanzministerium
DänemarkDas dänische Finanzministerium
KroatienDas kroatische Finanzministerium
PolenDas polnische Finanzministerium
RumänienDas rumänische Finanzministerium
SchwedenDas schwedische Finanzministerium
TschechienDas tschechische Finanzministerium
UngarnDas ungarische Wirtschaftsministerium
Vereinigtes KönigreichDas britische Wirtschafts- und Finanzministerium

Seite teilen und Drucken