Finanzmarktstabilität und makroprudenzielle Politik

Ausschuss für Finanzstabilität in Deutschland

Eine der zentralen Lehren aus der Finanzkrise war es, dass neben der Stabilität der einzelnen Institute auch die Funktions- und die Leistungsfähigkeit des Finanzsystems als Ganzem sichergestellt werden muss. Dazu bedurfte es einer weiteren Stärkung der auf die Stabilität des Finanzsystems abzielenden makroprudenziellen (gesamtwirtschaftlichen) Aufsicht sowie einer engeren Verzahnung mit der mikroprudenziellen (institutsspezifischen) Aufsicht.

Themenbezogene Inhalte

  • Internationale Gremien

    Auf europäischer und internationaler Ebene wurden mit dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board, ESRB) und dem Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) eigene Gremien geschaffen, um systemische Risiken für das europäische bzw. das globale Finanzsystem frühzeitig erkennen und eindämmen zu können.

  • Makroprudenzielle Instrumente

    Makroprudenzielle Instrumente wie Kapitalpuffer für systemrelevante Institute oder der antizyklische Kapitalpuffer zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems als Ganzem zu erhöhen. In Deutschland wurden bereits im Zuge der europäischen Umsetzung von Basel III die gesetzlichen Grundlagen für den Einsatz makroprudenzieller Instrumente geschaffen und die BaFin mit deren Anwendung betraut.

  • Berichte zur Finanzstabilität

    Der Ausschuss für Finanzstabilität berichtet dem Deutschen Bundestag über die Lage und Entwicklung der Finanzstabilität, üblicherweise im Juni. Jeweils im November legt die Deutsche Bundesbank ihren Finanzstabilitätsbericht vor, in dem sie die Widerstandkraft des Finanzsystems und die Risiken für die Finanzstabilität in Deutschland analysiert.