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  1. 14.06.2017

    Bundeskabinett beschließt Neufassung der Anerkennungsrichtlinie

    Das Bundeskabinett hat am 14. Juni 2017 die Neufassung der Richtlinie der Bundesregierung über eine Anerkennungs­leistung an Verfolgte für Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit war (Anerkennungsrichtlinie) beschlossen. Wesentliche Änderung: eine einmalige Leistung für Verfolgte, die trotz Ghetto-Beitragszeiten wegen fehlender anrechenbarer Zeiten keine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.

  2. 20.09.2007

    Erinnerung, Verantwortung und Zukunft – Abschluss der Zwangsarbeiterentschädigung in Deutschland

    Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" wurde per Gesetz im August des Jahres 2000 als Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet. Der Deutsche Bundestag bekannte sich damit gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft – beide waren je zur Hälfte Stifter – zur politischen und moralischen Verantwortung für die Opfer des Nationalsozialismus sowie insbesondere für die durch den NS-Staat zu Zwangsarbeit genötigten Menschen. Die Stiftung organisierte ein am 12. Juli 2007 abgeschlossenes weltweites Auszahlungsprogramm an ehemalige Zwangsarbeiter. Insgesamt wurden 4,37 Mrd. € an mehr als 1 ½ Millionen Opfer ausgezahlt. Daher tritt nun die zweite Aufgabe der Stiftung – der Fonds "Erinnerung und Zukunft" – in den Vordergrund. Mit jährlich etwa 8 Mio. € unterstützt die Stiftung dauerhaft internationale Projekte zur Förderung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Staaten, die besonders unter dem Nationalsozialismus gelitten haben.

  3. 14.08.2006

    Offene Vermögensfragen

    Die Aufarbeitung von fast 60 Jahren deutscher Geschichte im Vermögensbereich ist eine große Herausforderung des Rechtsstaates nach der Wiedervereinigung. Dabei gehören die offenen Vermögensfragen zu den schwierigsten und politisch umstrittensten Punkten im Rahmen der deutschen Einigung.

  4. 26.03.2003

    Bericht über die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

    Auszug aus dem Monatsbericht des BMF März 2003Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" ist Ausdruck der historischen und moralischen Verantwortung, die die Bundesrepublik und deutsche Unternehmen für während der Zeit der NS-Herrschaft geschehenes Unrecht übernehmen. Bereits eine Million Anträge ehemaliger Zwangsarbeiter, die damals unter zumeist inhumanen Bedingungen arbeiten mussten, wurden anerkannt und 2 Mrd. € an Entschädigungsleistungen ausgezahlt. Der Beitrag gibt Auskunft über die Zusammenarbeit der Stiftung mit den Partnerorganisationen und über den Einsatz der Stiftung, die schwierige Aufgabe zur Wiedergutmachung zügig abzuschließen.