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11.05.2017

Ver­brauch­steu­ern

Als Einnahmeverwaltung des Bundes nimmt der Zoll sämtliche durch Bundesgesetze geregelten Verbrauchsteuern ein und verwaltet das Branntweinmonopol. Die Verbrauchsteuern sind die bedeutendsten Einnahmen der Zollverwaltung. Mit einem Aufkommen von mehr als 65 Milliarden Euro jährlich stellen sie einen wichtigen Beitrag zum Staatshaushalt dar. Verbrauchsteuern sind Abgaben, die den Verbrauch oder Gebrauch bestimmter Waren belasten. Die Verbrauch­steuern werden beim Hersteller oder beim Händler erhoben, der diese über den Kaufpreis auf den Verbraucher umlegen kann. Detaillierte Information sowie die aktuelle Rechtslage zu Verbrauchsteuern finden Sie auf der Seite des Zolls.

Alkopopsteuer 

Die Alkopopsteuer ist mit dem Gesetz zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums eingeführt worden und wird seit 2004 auf spirituosenhaltige Süßgetränke – zusätzlich zur Branntweinsteuer – erhoben. Ziel dieser Steuer ist es, Alkopops so zu verteuern, dass die Nachfrage junger Menschen nach diesen Produkten nachhaltig verringert wird. Das Netto-Mehraufkommen aus der Alkopopsteuer wird zur Finanzierung von Maßnahmen zur Suchtprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verwendet. Die Alkopopsteuer ist mit ihrem Aufkommen von jährlich rund 2 Millionen Euro die kleinste aller Verbrauchsteuern.

Biersteuer 

Die Biersteuer ist eine der ältesten Abgaben auf Verbrauchsgüter und wurde schon im Mittelalter erhoben. Die Biersteuer ist die einzige Verbrauchsteuer, die zwar vom Zoll als Bundesbehörde verwaltet wird, deren Erträge aber den Bundesländern zustehen. Die Biersteuer erbringt im Jahr Einnahmen von rund 700 Millionen Euro.

Branntweinsteuer 

Die Branntweinsteuer gehört zu den bundesgesetzlich geregelten Verbrauchsteuern. Mit ihr wird der Verbrauch von Branntwein und branntweinhaltigen Waren für den menschlichen Verzehr innerhalb des deutschen Steuergebiets besteuert. Das jährliche Branntweinsteueraufkommen beträgt rund 2,1 Milliarden Euro.

Energiesteuer

Mit Einnahmen von rund 40 Milliarden Euro ist die Energiesteuer die bedeutendste Einnahmequelle unter den Verbrauchsteuern für den Bundeshaushalt. Vom Energiesteuerrecht erfasst sind unter anderem Mineralöl, Stein- und Braunkohle sowie Koks. Damit auch weiterhin der Einsatz umweltfreundlicher Verkehrsmittel und Energieträger gefördert wird, erhalten diese Steuerbegünstigungen durch das Energiesteuergesetz.

Kaffeesteuer 

Mit dem Siegeszug des Kaffees in Europa kam im 17. Jahrhundert auch seine fiskalische Bedeutung auf. Bereits unter Friedrich dem Großen wurde 1781 in Preußen ein staatliches Kaffeemonopol errichtet. Die Kaffeesteuer wird heute als Verbrauchsteuer auf Röstkaffee, löslichen Kaffee sowie auf kaffeehaltige Waren erhoben. Die jährlichen Steuereinnahmen betragen rund 1 Milliarde Euro.

Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer 

Die Schaumweinsteuer wurde bereits 1902 eingeführt und besteuerte Schaumweine wie z.B. Sekt und Champagner. Heute unterliegen auch typische Zwischenerzeugnisse wie z.B. Sherry, Portwein und Likörweine der Besteuerung. Stiller Wein unterliegt in Deutschland keiner besonderen Verbrauchsteuer. Das Aufkommen aus der Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer beträgt jährlich rund 400 Millionen Euro.

Stromsteuer 

Die Stromsteuer wurde im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform am 1. April 1999 in Deutschland eingeführt. Sie gehört zu den bundesgesetzlich geregelten Verbrauchsteuern und wird im Steuergebiet auf elektrischen Strom erhoben. Ihr Aufkommen liegt jährlich bei rund 6,6 Milliarden Euro.

Tabaksteuer

Mit Einnahmen von rund 15 Milliarden Euro jährlich ist die Tabaksteuer nach der Energiesteuer die ertragreichste Verbrauchsteuer. Die Tabaksteuer ist die einzige Verbrauchsteuer in Deutschland, die durch die Verwendung von Steuerzeichen entrichtet wird. Der größte Anteil der Tabaksteuer entfällt dabei auf die Besteuerung von Fertigzigaretten.

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