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Die Weltbank, eigentlich Weltbankgruppe, wurde 1944 als eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Ziel gegründet, durch die Bereitstellung von Kapital Wiederaufbau und Entwicklung der Mitgliedsländer zu fördern. Anfänglich wurden die Kredite vorwiegend an die im Zweiten Weltkrieg zerstörten europäischen Länder vergeben, seit den 1960er Jahren jedoch auch vermehrt an Entwicklungsländer in Asien, Afrika und Südamerika.
Die Weltbank und der Internationale Währungsfond (IWF), die zusammen am 22. Juli 1944 auf der Bretton Woods Konferenz gegründet wurden, haben international die entscheidende entwicklungs- und ordnungspolitische Rolle bei der Bereinigung wirtschaftlicher Schwierigkeiten ihrer Mitgliedsstaaten. Sie umfasst die folgenden fünf Organisationen, die jeweils eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, sich aber im Eigentum der Mitgliedstaaten befinden:
Die Organisationen der Weltbankgruppe sind durch verwaltungsmäßige Verflechtungen und durch einen gemeinsamen Präsidenten verbunden.
Oberstes Entscheidungsgremium der Weltbankgruppe ist der jährlich tagende Gouverneursrat, in dem jedes Mitgliedsland einen Sitz hat. Bei Abstimmungen hängt das Stimmgewicht eines Landes von der Höhe seiner Beteiligung am Kapital der Bank ab. Die Industrieländer haben dadurch ein deutliches Übergewicht. Die USA, Japan, Frankreich, Großbritannien und Deutschland kommen gemeinsam auf einen Stimmenanteil von 37,4 Prozent.
Die laufenden Aufgaben der Weltbank werden durch ihren Präsidenten und das 24-köpfige Exekutivdirektorium verfolgt, die regelmäßig am Hauptsitz der Bank in Washington D.C. zusammenkommen. In diesem stellen die USA, Japan, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, China, Russland und Saudi-Arabien jeweils einen eigenen Exekutivdirektor plus Stellvertreter, die restlichen Mitglieder schließen sich zu Ländergruppen zusammen und werden durch die übrigen 16 Exekutivdirektoren vertreten.
Die gemeinsame Kernaufgabe der einzelnen Institutionen ist, die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Mitgliedsländern durch finanzielle Hilfen, durch Beratung und technische Hilfe zu fördern, und so zur Umsetzung der internationalen Entwicklungsziele beizutragen (vor allem den Anteil der Armen an der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2015 um die Hälfte reduzieren zu helfen). Sie dienen auch als Katalysator für die Unterstützung durch Dritte. Die Mittel zur Kreditvergabe schöpft die Weltbank aus dem Verkauf von Anteilsscheinen, die jedes Mitgliedsland entsprechend der Stärke seiner Volkswirtschaft kaufen muss.