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Die Staatsquote zeigt den Anteil der staatlichen Ausgaben an der gesamten volkswirtschaftlichen Leistung auf. Die Quote besteht in dem Verhältnis von Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Eine Quote von 50 Prozent bedeutet, dass die Hälfte der Wirtschaftsleistung durch die Hände des Staates fließt, z.B. für Personal, Investitionen, Militär, aber auch für Subventionen und Sozialleistungen.
In Deutschland wird von vielen Wirtschaftswissenschaftlern gefordert, die Staatsquote zu senken, um mehr ökonomische Dynamik entfalten zu können. Eine zu Hohe Staatsquote hemme das Wachstum. Gewerkschaftsnahe Ökonomen fordern dagegen eine Orientierung an den skandinavischen Ländern, die trotz hoher Staatsquote ein dynamisches Wachstum aufwiesen.
Ein Vergleich der Staatsquoten verschiedener Länder ist schwierig, da die Quoten Ausgaben für gleiche Ziele unterschiedlich widerspiegeln: So werden in Deutschland die Sozialsysteme zum großen Teil über Beiträge finanziert, d.h. die Steuerquote ist relativ niedrig. Dagegen werden die Sozialsysteme in den skandinavischen Ländern überwiegend über das Steuersystem getragen. In der Staatsquote der USA fehlen die Aufwendungen für die soziale Vorsorge fast ganz, da diese von den Bürgern zum größten Teil privat finanziert wird.
Trotz unterschiedlicher Einschätzungen der Bedeutung der Steuerquote wird allgemein eine Senkung der Quote als positiv für das Wirtschaftswachstum eingeschätzt. Nachdem die Staatsquote in Deutschland 1996 mit fast 50 Prozent einen historischen Höchststand erreichte, konnte die Quote in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt werden.