August 2008 (Ausgabetag: 07.08.2008)06.06.2008

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200. Geburtstag Hermann Schulze-Delitzsch

Hermann Schulze-Delitzsch wurde am 29. August 1808 in der sächsischen Kleinstadt Delitzsch geboren, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Leipzig und Halle-Wittenberg und war anschließend u.a. als Patrimonialrichter tätig. Nach der Revolution von 1848 wurde Schulze-Delitzsch in die Preußische Nationalversammlung in Berlin gewählt.

Als Politiker stand er für Demokratie, Freiheit und nationale Einheit. Konfrontiert mit den negativen Folgen der Industrialisierung entwickelte er die moderne Genossenschaft. Er initiierte die ersten Rohstoffassoziationen für Tischler und Schuhmacher und den ersten Vorschussverein, einen Vorläufer der heutigen Volksbanken. Schulze-Delitzsch selbst konzipierte auch den ersten Entwurf eines Genossenschaftsgesetzes.

Das deutsche Genossenschaftsmodell und Genossenschaftsgesetz waren im 19. Jahrhundert und sind bis heute Vorbild für viele andere Länder. Die „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht auch für eine nachhaltige Entwicklungspolitik. In Deutschland sind derzeit über 20 Millionen Personen Mitglied in einer Kredit-, ländlichen, gewerblichen, Konsum- oder Wohnungsgenossenschaft. In etwa 8.000 Genossenschaften arbeiten über 750.000 Beschäftigte und 36.000 Auszubildende. Leben und Wirken Schulze-Delitzschs haben somit nicht nur eine historische Bedeutung. Hermann Schulze-Delitzsch starb am 29. April 1883 in Potsdam.

Motiv:

Porträt und Unterschrift von Hermann Schulze-Delitzsch

© Förderverein Hermann Schulze-Delitzsch und Gedenkstätte des Deutschen Genossenschaftswesens e.V.

Entwurf:

Thomas Serres, Hattingen

Wert:

90 Cent

Hinweis

Die Weiterverwendung der Bilder ist nur nach vorheriger Vereinbarung mit dem Bundesministerium der Finanzen bzw. der Bundesbildstelle erlaubt.

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