Pressemitteilungen29.04.2010  

Nr.: 21/2010

Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus stellt Gedenkmünze und Briefmarke „200. Geburtstag Robert Schumann“ vor

Die Musikwelt begeht in diesem Jahr den 200. Geburtstag von Robert Schumann (1810 bis 1856), der als bedeutendster Komponist der deutschen Romantik gilt. Das Bundesministerium der Finanzen würdigt das Jubiläum mit der Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens und einer 10-Euro [Glossar]-Gedenkmünze im Mai 2010.

Der Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Hans Bernhard  Beus, stellt die Briefmarke und die Münze

am  30. April 2010

um 13.00 Uhr

im Poppelsdorfer Schloss (Stucksaal)

Meckenheimer Allee 171

in 53115 Bonn 

der Öffentlichkeit vor.

Robert Schumann (*Zwickau 8. Juni 1810, +Bonn 29. Juli 1856) gilt als bedeutendster Komponist der deutschen Romantik. Die der romantischen Ästhetik zentrale Verbindung der Künste erreicht in Schumanns Schaffen einen Gipfelpunkt: Musik und Dichtung sind hier aufs innigste verwoben. Gut 150 Kompositionen in praktisch allen Gattungen zählt sein im 19. Jahrhundert gedrucktes Schaffen. Erst zwanzigjährig entscheidet sich der Sohn eines Buchverlegers für die Musikerlaufbahn. Eine Fingerlähmung führt zum Abbruch der Pianistenkarriere, berühmt wird er zunächst als Musikschriftsteller, dann als Komponist. 1840 heiratet er – nach fünfjähriger Werbezeit bis hin zum Eheprozess – die Pianistin Clara Wieck.  Beide leben in Leipzig, Dresden und schließlich in Düsseldorf. Nach einem Selbstmordversuch im Februar 1854 verbringt er die letzten zweieinhalb Lebensjahre in einer psychiatrischen Privatheilanstalt in Bonn-Endenich.Motiv:Abbildung Robert Schumanns nach einerLithografie von Eduard Kaiser, Wien 1847, Kat.-Nr. 261© Robert – Schumann – Haus, ZwickauEntwurf: Karen Scholz, Bad EssenWert: 55 Cent; Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Ein Album mit Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens und die Gedenkmünze überreicht Staatssekretär Dr. Beus u.a. an Dr. Ingrid Bodsch, Projektjektleiterin des Schumann-Netzwerkes, an Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, an Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, sowie an Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die zentrale Verbindung der Künste erreicht in Schumanns Schaffen einen Gipfelpunkt: Musik und Dichtung sind hier aufs Innigste verwoben. Gut 150 Kompositionen in praktisch allen Gattungen zählt sein im 19. Jahrhundert gedrucktes Schaffen. Klischeehaft ist das Bild vom weltfernen romantischen Träumer. Obwohl viele seiner Werke musikalische Liebeserklärungen an seine Frau Clara Schumann sein mögen und man in manchen seiner Kompositionen den Balanceakt „zwischen Genie und Wahnsinn“ heraushören mag, so war Robert Schumann doch  ebenso ein Komponist, der vielfach dem musikalischen Humor huldigte, der politisch engagierte Musik schrieb und der schließlich – Erbstück des väterlichen Geschäftssinns – seine Musik auch zu verkaufen wusste.  

Das Motiv der Briefmarke, die einen Wert von 55 Cent hat, entwarf  Karen Scholz aus Bad Essen.

Der Entwurf der Münze stammt von Prof. Christian Höpfner aus Berlin.   

Die Gedenkmünze besteht - wie die bisherigen deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen - aus 18 Gramm Sterlingsilber (925er Silber).

Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift:

„TÖNE SIND HÖHERE WORTE “

Vom 6. Mai 2010 an ist die Briefmarke in den Filialen der Deutschen Post erhältlich. Die 10-Euro-Gedenkmünze kann vom gleichen Tag an bei vielen Banken und Sparkassen sowie den Filialen der Deutschen Bundesbank erworben werden. 

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