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Als Markt wird die Institution bezeichnet, die dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage dient. Der Arbeitsmarkt dient in diesem Sinne dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage in Bezug auf menschliche Arbeitsleistung. Die Höhe des Arbeitsentgeltes und die Arbeitsbedingungen werden von den beteiligten Parteien ausgehandelt. Zur Stärkung der eigenen Positionen sind dabei die Arbeitgeber in Arbeitsgeberverbänden, die Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisiert.
Es wird häufig zwischen "erstem" und "zweitem" Arbeitsmarkt unterschieden. Der "erste Arbeitsmarkt" wird ausschließlich von Angebot und Nachfrage geregelt. Arbeitgeber bieten Arbeitsplätze an, Arbeitskräfte suchen einen geeigneten Arbeitsplatz. Der "zweite Arbeitsmarkt" bezeichnet zusammenfassend alle staatlich subventionierten Arbeitsverhältnisse. Dazu gehören die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) sowie die Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM). Ziel des zweiten Arbeitsmarktes ist es, die dort Beschäftigten besser in den regulären (ersten) Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Effizienz dieser Maßnahmen ist allerdings umstritten.
Eine wichtige Kennzahl des Arbeitsmarktes ist die "Arbeitslosenquote", das ist der Quotient aus der Anzahl der Arbeitslosen und des Potentials an Arbeitskräften, das heißt der Menge der Erwerbstätigen plus der gemeldeten Arbeitslosen.
Unterschieden wird zwischen "Erwerbspersonen" und "sozialversicherungspflichtig Beschäftigten". Mit Erwerbspersonen sind alle Personen gemeint, die eine Arbeit ausüben oder suchen. Dazu zählen auch die Selbständigen. Sozialversicherungspflichtig sind Arbeitnehmer mit einem Arbeitsvertrag und derzeit mindestens 401 Euro monatlichem Bruttoeinkommen. Sie sind im Gegensatz zu Selbständigen verpflichtet, Beiträge zur Sozialversicherung (Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung) zu zahlen.
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist die wissenschaftliche Untersuchung des Arbeitsmarktes, der Berufsgruppen- und Branchenentwicklung in wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen. Für diese Aufgabe wurde das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) als Forschungsinstitut gegründet, das der Bundesagentur für Arbeit (BA) angegliedert ist. Die Arbeitsmarktforschung ist eine wichtige Grundlage für die Arbeitsmarktpolitik.
Bundesagentur für Arbeit [Extern]