Pressemitteilungen20.02.2008  

Nr.: 8/2008

Schiller, Asterix und Co. haben am Briefmarkenprogramm 2009 erfolgreich „mitgeschrieben“

Hätte Friedrich Schiller dem Asterix eine Ballade gewidmet? Wäre Felix Mendelssohn Bartholdy in einen Heinz-Erhardt-Abend gegangen? Vorstellbar, dass Johannes Calvin und Golo Mann sonntags gern beim Tee parlierten? Und hätte Struwwelpeter-Vater Heinrich Hoffmann mit den Kindern abends das Sandmännchen geguckt?
Natürlich sind das rein hypothetische Fragen, denn die genannten Personen konnten es zu ihrer Zeit wohl schwerlich miteinander zu tun bekommen. Im nächsten Jahr aber werden sie sich treffen - zumindest auf gezähntem Papier: Denn alle acht Genannten landeten auf der Liste der insgesamt 52 Briefmarken, die das Bundesministerium der Finanzen im Jahre 2009 herausgeben wird.

Für das Briefmarkenprogramm 2009 sind rund 1200 Vorschläge aus der Bevölkerung beim Bundesministerium der Finanzen eingegangen. Die thematischen Vorschläge des Programmbeirats, eines ehrenamtlichen Gremiums beim Bundesministerium der Finanzen, hatte dieser aus den Zuschriften herausgefiltert und dem Bundesfinanzminister zur Empfehlung vorgelegt.

Die hohe Zahl der Vorschläge ist das Ergebnis des Ideenwettbewerbs „Zeichen setzen“, der im vergangenen Jahr gestartet wurde. Bis zum 15. September 2007 konnten die Bürgerinnen und Bürger Briefmarkenthemen vorschlagen, per Postkarte oder via Internet (www.bundesfinanz-ministerium.de). Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Sieger dieses Wettbewerbs werden bald benachrichtigt und im Laufe des Jahres 2009 zur Präsentation ihres Markenvorschlages eingeladen.

Die bereits genannten „Motivgeber“ für die Marken 2009 befinden sich in bester Gesellschaft mit vielen weiteren Personen und Werken, die die Kulturgeschichte Deutschlands bereichert haben und die Jugend bis heute ansprechen. Kunst und Jugend sind auch die beiden herausragenden thematischen Schwerpunkte des Briefmarkenprogramms 2009. Und auch die Baukunst wird eine wichtige Rolle spielen: das Rathaus in Frankenberg, der Mainzer Dom, die Burg Tangermünde werden Motivgeber für Briefmarken sein. Ebenso wie die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, die als Weltkulturerbestätten der UNESCO besonders geschützt sind. Junge und jung gebliebene Menschen können sich auf das Sandmännchen in der Serie „Für die Jugend“ freuen oder auf Bernhard Grzimek, der uns u.a. durch seinen Einsatz für die Serengeti in Afrika in bleibender Erinnerung geblieben ist.

Der inhaltliche Schwerpunkt des vergangenen Jahresprogramms „Ehrenamt [Glossar]“ wird 2009 erneut aufgegriffen. Neben den Wohlfahrts-, Weihnachts-. Sport-, Philatelie- und Jugendmarken mit Zuschlägen für einen guten Zweck werden zusätzlich Sondermarken erscheinen, die ehrenamtliches Engagement vieler Menschen in unserem Land würdigen. So wird in der Serie „Dienst am Nächsten“ eine Sondermarke zum Jubiläum „50 Jahre Misereor und Brot für die Welt“ erscheinen. Der 100. Geburtstag des Jugendherbergswerkes ist ebenfalls Anlass für eine Briefmarke. Zum 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin wird es gegebenenfalls sogar eine Gemeinschaftsmarke mit verschiedenen Ländern geben.

Briefmarken zu Themen aus den Bereichen „Naturwissenschaften“, „Sport“, „Jugend“, „Technik“, „Staat und Gesellschaft“ runden die 2009er Kollektion ab.

Unvollkommen - und das im besten Sinne des Wortes - ist das Programm 2009 dennoch. Denn es wird eine Premiere besonderer Art geben: Hinter zwei Marken wird in der Spalte „Thema“ noch ziemlich lange und ganz bewusst ein dickes Fragezeichen stehen. Sie werden in der neuen Serie „Aktuelles“ herausgegeben. Das gibt den Marken-Machern die Gelegenheit, im kommenden Jahr ganz unmittelbar auf aktuelle Themen oder Ereignisse zu reagieren. Das Leben selbst wird uns hier also einen Vorschlag machen .

Den Ideenwettbewerb wird das Bundesfinanzministerium fortsetzen, das heißt, auch für das Briefmarkenjahr 2010 können Bürgerinnen und Bürger Themenvorschläge einreichen: Einsendeschluss hierfür ist der 15. September 2008.

Die Erstausgabetage und Nennwerte der Sondermarken 2009 werden, wie immer, zwischen dem Bundesfinanzministerium und der Deutschen Post AG abgestimmt und veröffentlicht.

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