Familie und Kinder25.02.2009  

Schwarzarbeit in Deutschland

Wie Steuererleichterungen Familien fördern und Schwarzarbeit eindämmen

Staubsauger; Quelle: Copyright: panthermedia.net / Andreas Rößler

Rund 16 Prozent der Schwarzarbeit [Glossar] entfallen auf Angebote wie Kinder- und Hausaufgabenbetreuung oder Putzhilfen, also Dienstleistungen, die Familien im Alltag entlasten, so eine vom Institut für Wirtschaft Köln (IW) in Auftrag gegebene Studie.

Steuerliche Begünstigungen in diesem Bereich sind ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Steuererleichterungen für haushaltsnahe Dienstleistungen

Schon mit der Einführung von so genannten Minijobs im Jahr 2003 ist es für Privathaushalte steuerlich attraktiver geworden beispielsweise Haushaltshilfen ganz legal zu beschäftigen. Seit 2006 sind die Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen noch einfacher von der Einkommensteuer [Glossar] absetzbar.

Damit Familien ihren Alltag noch besser bewältigen können, wurden die Steuererleichterungen mit Wirkung ab 1.1.2009 vereinfacht und erheblich ausgeweitet:

  • Für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, bei denen es sich um geringfügige Beschäftigungen handelt (sog. Minijobs), können 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 510 Euro [Glossar] von der Steuerschuld abgezogen werden.
  • Aufwendungen für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, zu denen auch Pflege- und Betreuungsleistungen zählen, können bis zu 20 Prozent, höchstens insgesamt 4.000 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden.
  • Der für Handwerkerleistungen seit 2006 geltende Steuerbonus von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 600 Euro, wurde ab 1.1.2009 auf 1.200 Euro verdoppelt. Begünstigt sind nur die Arbeitskosten (nicht die Materialkosten), einschl. Umsatzsteuer [Glossar].

So werden dank der steuerlichen Begünstigung von haushaltsnahen und Handwerkerleistungen Familien unterstützt und die Schwarzarbeit eingedämmt. Zusätzlich entstehen durch die Legalisierung von Beschäftigungsverhältnissen neue Arbeitsplätze. Wer also seine Ausgaben nicht mehr am Fiskus vorbei abrechnet, hilft mit neue Arbeitsplätze zu schaffen.