Wirtschaft und Verwaltung19.11.2008  

Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger

Arbeitslosenversicherung, Wohngeld, BAföG, Renten

Ein Bauarbeiter und eine Ärztin; Quelle: Getty images

Die Bundesregierung hat in der zweiten Jahreshälfte 2008 bereits mehrere Maßnahmen beschlossen, die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar entlasten.

Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Niedrige Lohnnebenkosten [Glossar]


Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung sinkt zum 1.1.2009 auf 2,8 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2006, als er noch bei 6,5 Prozent lag, hat die Große Koalition eine Entlastung von 30 Mrd. Euro [Glossar] bewirkt. Sie kommt gleichermaßen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zugute.

Für einkommensschwache Haushalte [Glossar]: Heizkosten berücksichtigt


Seit dem 1.10.2008 werden erstmals die Heizkosten beim Wohngeld berücksichtigt.  Dies geschieht zu rund 20 Prozent bei durchschnittlich anrechenbarer Haushaltsgröße, gestaffelt nach Haushaltsgröße. Das durchschnittliche Wohngeld steigt von monatlich 92 Euro auf 142 Euro.

Für Studenten: Höhere BAföG-Sätze


Mehr Geld für Studium und Ausbildung, hier setzt die Bundesregierung einen Schwerpunkt. Am 1.Oktober 2008 sind die BAföG-Bedarfssätze um 10 Prozent gestiegen, die Freibeträge um 8 Prozent. Der BAföG-Höchstsatz liegt nun bei 643 Euro monatlich (bisher 585 Euro).

  • Auch kann man jetzt neben dem Studium mehr Geld hinzuverdienen: Die Höchstgrenze wurde auf 400 Euro im Monat angehoben.
  • Das Studium mit Kind wird erleichtert: Für das erste Kind gibt es einen neuen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro monatlich, für jedes weitere Kind 85 Euro.

Für Rentner: Stärkerer Anstieg der Renten

Die Renten steigen 2008 und 2009 stärker als die Rentenanpassungsformel es vorsieht, in diesem Jahr um 0,64 Prozent mehr, 2009 um 0,63 Prozent mehr.

Ab 1. Juli 2009 bedeutet das für die Standardrente monatlich 7,65 Euro mehr (45 Beitragsjahre, durchschnittliche Rentenversicherungs-Beiträge, Westdeutschland).

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