Die In­fo­gra­fik zeigt, wie die Re­ge­lun­gen im Eu­ro­päi­schen Fis­kal­ver­trag die Um­set­zung der Schul­den­brem­se in na­tio­na­les Recht si­cher­stel­len.

Der Fis­kal­pakt ist ein in­ter­na­tio­na­les Ab­kom­men zwi­schen Staats- und Re­gie­rungs­chefs der Eu­ro-Län­der zu mehr Haus­halts­dis­zi­plin und ist am 1. Ja­nu­ar 2013 in Kraft ge­tre­ten. Er bein­hal­tet die so­ge­nann­te Schul­den­brem­se, die vor­schreibt, dass das jähr­li­che kon­junk­tur­be­rei­nig­te De­fi­zit ei­nes Lan­des künf­tig nicht mehr als 0,5 Pro­zent des Brut­to­in­land­s­pro­dukts be­tra­gen darf.

Nach dem In­kraft­tre­ten des Ver­tra­ges ha­ben die Mit­glied­staa­ten ein Jahr Zeit, ent­spre­chen­de Re­ge­lun­gen in na­tio­na­les Recht zu im­ple­men­tier­ten und da­mit die Schul­den­brem­se um­zu­set­zen.

Die Um­set­zung der Schul­den­brem­se in na­tio­na­les Recht wird durch die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on über­wacht. Wird der Fis­kal­pakt nicht oder feh­ler­haft von ei­nem Mit­glied­staat um­ge­setzt, er­he­ben die drei Staa­ten, die zur­zeit den Vor­sitz im Eu­ro­päi­schen Rat in­ne­ha­ben (die so­ge­nann­te Drei­er­prä­si­dent­schaft), in­ner­halb von drei Mo­na­ten Kla­ge beim Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs.

Setzt der an­ge­klag­te Staat wei­ter­hin nicht die Schul­den­brem­se um, reicht die Drei­er­prä­si­dent­schaft ei­ne zwei­te Kla­ge beim Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof ein. Wird das Ur­teil des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs nicht be­folgt, sieht der Fis­kal­pakt Straf­zah­lun­gen in Hö­he von bis zu 0,1 Pro­zent des Brut­to­in­land­s­pro­dukts des be­trof­fe­nen Lan­des vor.

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Fi­nan­zen

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