Die In­fo­gra­fik zeigt, wel­che Maß­nah­men eu­ro­päi­sche In­sti­tu­tio­nen ein­lei­ten, wenn ein Ver­trags­staat des Eu­ro­päi­schen Sta­bi­li­täts- und Wachs­tums­pakts die jähr­li­che Haus­halts­de­fi­zit­gren­ze von 3 Pro­zent nicht ein­hält und be­zie­hungs­wei­se oder sei­ne Schul­den­stands­quo­te nicht aus­rei­chend ab­baut.

In die­sem Fall grei­fen Re­geln zur Schul­den­be­gren­zung, der so­ge­nann­te kor­rek­ti­ve Arm des Sta­bi­li­täts- und Wachs­tums­pakts.

Er­öff­nung des De­fi­zit­ver­fah­rens: Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on stellt ein zu ho­hes Haus­halts­de­fi­zit und be­zie­hungs­wei­se oder ei­nen un­zu­rei­chen­den Ab­bau der Schul­den­stands­quo­te fest. Dar­auf­hin er­öff­net der Eu­ro­päi­sche Rat ein De­fi­zit­ver­fah­ren und macht strik­te Vor­ga­ben zur Sen­kung des De­fi­zits be­zie­hungs­wei­se zur Schul­den­rück­füh­rung, die von dem be­trof­fe­nen Mit­glied­staat in­ner­halb von sechs Mo­na­ten, in schwe­ren Fäl­len in­ner­halb von drei Mo­na­ten, na­tio­nal um­ge­setzt wer­den müs­sen. Bei Eu­ro-Län­dern, die be­reits zu­vor in ei­nem prä­ven­ti­ven Ver­fah­ren Sank­tio­nen er­hal­ten ha­ben, wan­delt sich die ver­zins­li­che Ein­la­ge von 0,2 Pro­zent des Brut­to­in­land­s­pro­dukts in ei­ne un­ver­zins­li­che Ein­la­ge nach ma­xi­mal ei­nem Mo­nat um.

In­ver­zug­set­zung: Wur­de der Mit­glied­staat bis­her nicht sank­tio­niert und ist es den Emp­feh­lun­gen des Rats nach sechs be­zie­hungs­wei­se drei Mo­na­ten nicht nach­ge­kom­men, macht der Rat in­ner­halb von zwei Mo­na­ten wei­te­re Vor­ga­ben zur Haus­halts­kon­so­li­die­rung. Wer­den die­se nach ma­xi­mal ei­nem Mo­nat nicht ent­spro­chen, wird ein Buß­geld ver­hängt. Be­folgt der Mit­glied­staat wei­ter­hin nicht die Vor­ga­ben, ver­schär­fen sich die Sank­tio­nen.

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Fi­nan­zen

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