Die In­fo­gra­fik zeigt, wel­che Ein­zel­schrit­te durch­lau­fen wer­den, wenn Mit­glieds­län­der Fi­nanz­hil­fen beim Eu­ro­päi­schen Sta­bi­li­täts­me­cha­nis­mus (ESM) be­an­tra­gen. Der Pro­zess wird an­ge­sto­ßen, so­bald ein ESM-Mit­glied den Vor­sit­zen­den des ESM-Gou­ver­neurs­rats um Ak­ti­vie­rung der Sta­bi­li­täts­hil­fen bit­tet. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on (KOM) und die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) prü­fen an­schlie­ßend ge­mein­sam, ob Ge­fahr für die Fi­nanz­sta­bi­li­tät be­steht. Wei­ter­hin wird in Zu­sam­men­ar­beit die­ser bei­den In­sti­tu­tio­nen mit dem In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) die Schul­den­trag­fä­hig­keit ge­prüft und der Fi­nan­zie­rungs­be­darf be­wer­tet.

Der ESM-Gou­ver­neurs­rat be­schließt auf die­ser Grund­la­ge über die grund­sätz­li­che Ge­wäh­rung ei­ner Fi­nanz­hil­fe. Da­nach wird das ma­kro­öko­no­mi­sche An­pas­sungs­pro­gramm ein­schließ­lich der not­wen­di­gen Auf­la­gen durch die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on, die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank und den In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds aus­ge­han­delt. Par­al­lel da­zu wird der ge­schäfts­füh­ren­de ESM-Di­rek­tor mit der Aus­ar­bei­tung der Fi­nanz­ver­ein­ba­rung be­traut.

Der ESM-Gou­ver­neurs­rat muss an­schlie­ßend dem An­pas­sungs­pro­gramm und der Fi­nanz­hil­fe­ver­ein­ba­rung zu­stim­men, be­vor die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on das An­pas­sungs­pro­gramm im Na­men des ESM un­ter­zeich­net. Mit die­sem Schritt kommt es zur Ak­ti­vie­rung der Sta­bi­li­täts­hil­fen.

Nach­dem die Sta­bi­li­täts­hil­fen ak­ti­viert wur­den, sind die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on, die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank und der In­ter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds da­mit be­auf­tragt, die Ein­hal­tung der wirt­schafts­po­li­ti­schen Be­din­gun­gen zu prü­fen. Ent­schei­dun­gen über die Aus­zah­lung wei­te­rer Tran­chen der Sta­bi­li­täts­hil­fen müs­sen fort­an im ESM-Di­rek­to­ri­um ein­stim­mig be­schlos­sen wer­den.

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Fi­nan­zen

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