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Kloster Corvey - Weltkulturerbe der UNESCO
März 2016 (Ausgabetag: 01.03.2016)
Das Kloster Corvey wurde seit 822 von Benediktinermönchen aus dem nordfranzösischen Corbie erbaut und 823 von Kaiser Ludwig dem Frommen als Reichsabtei mit Stiftungsurkunden ausgestattet. Die Gründungsidee geht bereits auf seinen Vater, Karl den Großen, zurück. Corvey kam eine außerordentliche Bedeutung für die Einbindung Sachsens und des sächsischen Adels in das Frankenreich sowie für die Verbreitung des Christentums in Nord- und Osteuropa zu. 836 wurden die heilsmächtigen Reliquien des hl. Vitus ins Wesertal übertragen, dessen Kult als sächsischer Stammes- und Reichsheiliger weithin ausstrahlte. Berühmt war auch die Klosterbibliothek, in der einst die Tacitus-Annalen aufbewahrt wurden. Einzigartig in Europa ist das karolingische Westwerk (873-85), das gemeinsam mit dem Klosterareal als archäologischem Bodendenkmal seit 2014 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.
Grafische Gestaltung:
Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Foto: Tore Straubhaar, Höxter
Wert: 70 Cent