Lübecker Märtyrer

Lübecker Märtyrer
Oktober 2018 (Ausgabetag: 11.10.2018)

Am 10.11.1943 wurden vier Lübecker Geistliche, der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink und die katholischen Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis mit dem Fallbeil hingerichtet. Der nationalsozialistische Volksgerichtshof hatte sie im Sommer 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung, Heimtücke, Feindbegünstigung und Abhören von Feindsendern“ zum Tode verurteilt. 

Die Lübecker Geistlichen widersetzten sich dem totalitären Anspruch der nationalsozialistischen Machthaber. Sie erkannten immer klarer den unauflösbaren Widerspruch zwischen dem christlichen Glauben und der rassistischen, atheistischen Ideologie der Nationalsozialisten. Je länger das Unrecht währte, desto verpflichtender wurde für sie das Gebot, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, die mit Terror regierten und einen Vernichtungskrieg begonnen hatten. 

Am 25.06.2011 wurden Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek seliggesprochen. Dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink wurde dabei ehrend gedacht.

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