Finanzmarkt

Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für alle Märkte auf denen Handel mit Kapital betrieben wird und steht im Gegensatz zu den Gütermärkten. Er gliedert sich einerseits in nationale und internationale Finanzmärkte und andererseits, je nach dem Gegenstand der gehandelten Finanzkontrakte in Geld-, Kredit- und Kapitalmärkte und den Devisenmarkt für den Austausch von Währungen. Finanzmärkte sind somit spezielle Märkte, auf denen Kapital in Form von Geld, Wertpapieren und weiteren Finanzkontrakten gehandelt werden.

Allgemeines

Finanzmärkte und deren Entwicklungen spielen eine große Rolle für das Wirtschaftssystem und die Wirtschaftsentwicklung: Ein stabiles Finanzsystem ist die Grundlage für Wachstum und höhere Beschäftigung. Das Bundesministerium für Finanzen hat die Aufgabe, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Finanzmärkte ihre volkswirtschaftliche Funktion erfüllen können. Dabei geht es zum einen um den effizienten Zugang zu den Finanzmitteln (Kredite, Wertpapiere, Sonderfinanzierungen), um Unternehmen die Finanzierung ihrer Investitionsvorhaben zu ermöglichen. Zum anderen muss der Austausch an finanziellen Mitteln zwischen Kapitalnehmern und Anlegern auf eine transparente und faire Art und Weise erfolgen, um marktwirtschaftliche Interessensgegensätze auszugleichen.

Die Finanzmarktpolitik muss auch den dynamischen Entwicklungen in den letzten Jahren Rechnung tragen: die gemeinsame Währung, die Integration der Finanz- und Kapitalmärkte in der Europäischen Union, die laufenden Entwicklungen bei Finanzdienstleistungsprodukten sowie der weltweite Liberalisierungsprozess führen zu einer effizienteren Allokation des Kapitals, aber auch zu einer höheren Störanfälligkeit der Finanzmärkte aufgrund der höheren Vernetzung.