Auch in diesem Jahr hat das Bundesministerium der Finanzen am 2. November 2020 ein Sonderpostwertzeichen mit einem zusätzlichen Centbetrag aus der Serie „Weihnachten 2020“ mit dem Motiv „Kirchenfenster – Die Geburt Christi“ herausgegeben. Es folgt damit einer fast fünf Jahrzehnte alten Tradition. Der zusätzliche Erlös aus dem Verkauf der Marken kommt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. zugute.

Die Sonderbriefmarken zu Weihnachten erhalten seit 2008 ein „Pluszeichen“. Mit diesem Signet will das Bundesministerium der Finanzen als Herausgeber ein Zeichen setzen für das Ehrenamt in unserem Land. Gleichzeitig unterstützt die Spende beim Briefmarkenkauf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Weihnachts-Sondermarke 2020 mit dem Pluszeichen kostet 80 Cent (plus 40 Cent, die in gemeinnützige Projekte fließen). Der Gesamterlös aller vom Bundesministerium der Finanzen herausgegebenen Plusmarken beträgt rund 10 Millionen Euro pro Jahr.

Mit Licht gemalt – Weihnachten im Kirchenfenster

„Das Licht scheint in der Finsternis … und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ So heißt es im 1. Kapitel des Johannesevangeliums. Mit dem Symbol von Licht und Finsternis wird die frohe Botschaft von Weihnachten zusammen­gefasst. Auch mit unseren Bräuchen zur Advents- und Weihnachtszeit geben wir dem Ausdruck: „Das Licht scheint in die Finsternis.“

„Mit Licht gemalt.“ So sagt man auch von Kirchenfenstern. Sie unterscheiden sich von aller anderen Malerei dadurch, dass sie einzig und allein durch das hindurchscheinende Licht ihre Wirkung entfalten. So verdeutlichen sie schon als solche den Inhalt der Weihnachtsbotschaft. Erst recht geschieht das, wenn sie unmittelbar die biblische Erzählung von der Geburt Jesu Christi darstellen.

Das Motiv des Sonderpostwertzeichens zu Weihnachten 2020 bildet einen Ausschnitt aus dem großen Portalfenster der Pfarrkirche St. Katharina in Bad Soden am Taunus ab. Das Fenster ist eines der frühesten Werke von Johannes Beeck (1927 – 2010) aus Mönchengladbach. Er schuf in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Fenster für über 360 Kirchen, Kapellen und Profanbauten im In- und Ausland. Gefertigt wurde das Fenster von der Firma Gustav Schröder in Frankfurt. Es besteht aus rund 13000 einzelnen Glasstücken, die in 59 Feldern zu einem farbenprächtigen Bild zusammengefügt sind. Das Motiv mit der Geburt Christi ist das erste im inneren – dem neutestamentlichen – Bilderzyklus, der gleich links neben dem Hauptportal beginnt.

(Text: Pfarrer Alexander Brückmann an St. Katharina / Oberkirchenrat Joachim Ochel, EKD)

Die Sonderbriefmarke sowie der Ersttagsstempel wurden von Kym Edrmann aus Kiel gestaltet; Motiv: Christi Geburt (Ausschnitt), Kirchenfenster „St. Katharina Kirche“, Bad Soden am Taunus; Foto: © Ilse Jentzsch. Die Marke ist seit dem 2. November 2020 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

Hinweis

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Urheberrecht.