Die Republik Indien besteht aus 28 Bundesstaaten und acht Unionsterritorien. Die Hauptstadt ist New Delhi. Gemessen an seiner Bevölkerung von über 1,3 Milliarden Einwohnern ist Indien die größte Demokratie der Welt. Amtssprachen sind Hindi, geschrieben in Devanagari-Schrift, Englisch (als Verwaltungs- und Verkehrssprache in ganz Indien üblich) und die in den Unionsterritorien heimischen Sprachen in ihrer jeweiligen Schrift.

Die diplomatischen Beziehungen mit Indien wurden im Jahre 1951 aufgenommen. Damit zählte Indien zu den ersten Staaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Bundesrepublik Deutschland diplomatisch anerkannten.

Mit der „Agenda für die Deutsch-Indische Partnerschaft im 21. Jahrhundert“ wurde im Jahr 2000 vereinbart, die Beziehungen weiter zu vertiefen und ihnen eine neue strategische Dimension zu geben.

Besonders wichtig sind dabei die Deutsch-Indischen Regierungskonsultationen. Deutschland ist das einzige Land, mit dem Indien alle zwei Jahre formelle Konsultationen der beiden Kabinette abwechselnd in Deutschland und Indien abhält. Für beide Seiten sind die gemeinsamen Werte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit von herausgehobener Bedeutung, die Indien und Deutschland zu Partnern im Einsatz für eine regelbasierte Weltordnung machen.

Gleichzeitig wird der sonstige regelmäßige Austausch kontinuierlich ausgebaut: Mittlerweile treffen sich Regierungsvertreter*innen beider Seiten in über 30 Dialog- und Kooperationsformaten. Es werden Fragen der Infrastruktur, Bildungszusammenarbeit, Digitalisierung und beruflichen Bildung diskutiert sowie neue gemeinsame Initiativen etwa in den Bereichen künstliche Intelligenz, digitale Transformation und Startups entwickelt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der kulturelle Austausch auf Augenhöhe, der sich z. B. bei Museumskooperationen und der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Forschung widerspiegelt. Eine zentrale Rolle spielt auch der gemeinsame Einsatz für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz.

Die deutsch-indischen diplomatischen Beziehungen sind eine Erfolgsgeschichte, die zum Wohle der Menschen beider Staaten fortgesetzt werden wird. Dies wird auch durch die Herausgabe der Gemeinschaftsbriefmarke deutlich.

(Text: Auswärtiges Amt)

Die Gestaltung der Sonderbriefmarke und der Ersttagsstempel stammen von Matthias Wittig aus Berlin. Die Briefmarke hat einen Wert von 170 Cent und ist ab dem 10. Juni 2021 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

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