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08.07.2024

Briefmarken und Sammlermünzen

Sonderpostwertzeichen "Bischof Ulrich von Augsburg"

  • Nummer 12/2024
Briefmarke „Bischof Ulrich von Augsburg“ BildVergroessern

Am 4. Juli 2024 hat das Bundesministerium der Finanzen ein Sonderpostwertzeichen „Bischof Ulrich von Augsburg“ herausgegeben.

Das Bundesministerium der Finanzen stellt die Briefmarke am Mittwoch in Augsburg vor. Die Präsentation findet am 10. Juli 2024, 17.00 Uhr, im Fürstenzimmer im Rathaus von Augsburg, Rathausplatz 2, 86150 Augsburg statt.

„Anlässlich des 1100. Jahrestages seiner Weihe zum Bischof von Augsburg im Jahre 923 und seines 1050. Todestages im Jahre 973 erinnert das Bistum Augsburg im Jubiläumsjahr 2023/24 an das fast 50-jährige Wirken des heiligen Bistums- und Stadtpatrons Ulrich. Der Spross einer alemannischen Adelsfamilie wurde 890 geboren und erlangte in seiner Zeit als Bischof, Reichsfürst und Stadtherr sowohl kirchlich als auch (gesellschafts-)politisch große Bedeutung für die deutsche und europäische Geschichte.

Mit seiner Interpretation des Bischofs Ulrich schuf der Münchner Bildhauer Klaus Backmund (1929-2020) bereits anlässlich der 1000-Jahr-Feier von dessen Heiligsprechung im Jahre 1993 ein beeindruckendes Kunstwerk: Die überlebensgroße Bronze-Skulptur, platziert auf einem polygonalen Sockel an der Eingangsseite des Tagungshauses Sankt Ulrich in direkter, südlicher Nachbarschaft zur Basilika St. Ulrich und Afra – der Grablege des Heiligen –, gehört zu den bekanntesten Darstellungen des Heiligen. In der Tradition u. a. von Josef Henselmann gestaltete Backmund, der von 1949 bis 1955 an der Akademie für Bildende Künste in München sowie an der École des Beaux-Arts in Paris studierte, damit eine charakterstarke und expressive Plastik dieses benediktinisch geprägten Bischofs.

Dabei passt die Dynamik der Heiligenfigur gut in das Gesamtensemble des Tagungshotels, das der Architekt Alexander von Branca (1919-2011) in den Jahren 1971 bis 1974 erbaut hatte: Der heilige Ulrich heißt die Besucher des Hauses willkommen. Seine hagere, um nicht zu sagen „kantige“ Gestalt erinnert an einen asketischen Menschen, der sich der Armen und Schwachen annahm und sich erst dann selbst zum Mahl niedersetzte, wenn sie zuvor Speis und Trank erhalten hatten.

Klaus Backmund widmete sich in seinem Schaffen vorrangig christlichen Themen und wurde vielfach ausgezeichnet. Seine letzte Ruhestätte fand der Künstler auf dem Münchner Nordfriedhof.“

(Text: Dr. Christoph Goldt, Bistum Augsburg)


Die Gestaltung des Postwertzeichens und der Ersttagsstempel stammen von Professor Peter Krüll aus Kranzberg; © Foto: Ulrich Wagner, Augsburg, © Skulptur: Klaus Backmund, München. Die Briefmarke hat einen Wert von 275 Cent und ist seit dem 4. Juli in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.