Die Bundesregierung hat beschlossen, eine 100-Euro-Sammlermünze „Die Judenbuche“ (Annette von Droste-Hülshoff) aus Gold prägen zu lassen und voraussichtlich im Juni 2026 herauszugeben. Die Münze ist die vierte Ausgabe im Rahmen der achtteiligen Serie „Meisterwerke der deutschen Literatur“, bei der im Zeitraum 2023 - 2030 jährlich eine Münze erscheint. Die Serie stellt dabei nicht den jeweiligen Autor in den Fokus, sondern das literarische Werk in seiner monumentalen Bedeutung für die deutsche Kultur.
Die 100-Euro-Sammlermünze „Die Judenbuche“ soll – wie die bisherigen deutschen 100-Euro-Goldmünzen – aus Feingold (999,9 Tausendteile) bestehen. Ihre Masse wird 15,55 Gramm und der Durchmesser 28 mm betragen.
Der Entwurf der Münze stammt von dem Künstler Martin Dašek aus Staré Hradiště (Tschechien).
Eine Buche, kombiniert mit einer den oberen Münzrand umspannenden Titelaufschrift, bildet die zentrale Gestaltung der Bildseite. Dem Baum nähert sich von links eine figürliche Darstellung mit Hut und Stab, die sich zugleich auf einem Untergrund bewegt, der durch autographische Zeilen Annette von Droste-Hülshoffs gestaltet wurde. Die bildliche Umsetzung ruht auf dem Namen der Autorin, der den gelungenen Entwurf als Schriftzug am unteren Bildrand komplettiert.
Die Wertseite zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2026, die zwölf Europasterne sowie – je nach Prägestätte – das Münzzeichen „A“ (Berlin), „D“ (München), „F“ (Stuttgart), „G“ (Karlsruhe) oder „J“ (Hamburg).
Der Münzrand wird geriffelt ausgeführt.