Herr Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger würdigte auf der Abschlusstagung die besondere Bedeutung des Forschungsprojektes. Ohne dieses Projekt hätte es wohl eine so gründliche und umfangreiche Forschung zur Reichsfinanzverwaltung und zur Finanzpolitik in der NS-Zeit nicht gegeben. Mit der Initiierung und Förderung des historischen Forschungsprojektes habe das Bundesministerium der Finanzen ein klares Bekenntnis zu der bleibenden Verantwortung Deutschlands abgegeben. Das Projekt sei ein Beitrag zu einer differenzierten, ethisch fundierten Erinnerungskultur in Deutschland. Die Legende von der angeblich neutralen Rolle des Reichsfinanzministeriums als bloßer „Kassenwart“ während des „Dritten Reichs“ sei gründlich widerlegt worden. Herr Staatssekretär Dr. Bösinger äußerte die Hoffnung, dass die wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Rahmen dieses Projekts den Anstoß für weitere Forschungen auf diesem Gebiet geben werden.

Während der Abschlusstagung wurden die Untersuchungsergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in mehreren Panels vorgestellt und diskutiert. Die Tagung endete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Das Reichsministerium der Finanzen 1933-1945 in einer vergleichenden Geschichte der Staatsfinanzierung im 20. Jahrhundert“.