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03.04.2013

„Platz des Volks­auf­stan­des von 1953“ - Be­zirksamt Mit­te be­für­wor­tet Be­nen­nungs­vor­schlag des BMF

Blick von oben auf den bisher unbenannten Platz Leipziger Straße - Ecke Wilhelmstraße
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen, Foto: Jörg Rüger

Auf Antrag des Bundesfinanzministeriums hat das Bezirksamt Mitte am 26. März 2013 beschlossen, den bundeseigenen Vorplatz an der Ecke Leipziger Straße/Wilhelmstraße künftig als „Platz des Volksaufstandes von 1953“ zu führen. Mit dieser Entscheidung nehmen die langjährigen Bemühungen um eine gebührende Benennung des täglich von zahlreichen Touristen und anderen Passanten frequentierten Platzes eine wichtige Hürde. Der Beschluss bestätigt auch die Anstrengungen des Bundesfinanzministeriums, den Ereignissen vom 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR auf seinem Gelände eine angemessene Würdigung zuteilwerden zu lassen. Es besteht die Hoffnung, dass das förmliche Benennungsverfahren bis zum Sommer abgeschlossen werden kann.

Schon seit Längerem bestand der Wunsch, mit einer Platzbenennung an den Volksaufstand von 1953 zu erinnern. Jedoch war der ursprüngliche Benennungsvorschlag - „Platz des 17. Juni 1953“ - unter Hinweis auf eine mögliche Verwechslungsgefahr mit der „Straße des 17. Juni“ abgelehnt worden.

Das BMF nahm den bevorstehenden 60. Jahrestag des 17. Juni 1953 zum Anlass für die jetzt erfolgreich eingeleitete Benennungsinitiative. Unterstützung erhielt das BMF dabei von den beteiligten Opferverbänden, Aufarbeitungsinstitutionen und Berliner Behörden. Deren Beistand hatte sich zuletzt im Zusammenhang mit der von BMF und Bundesstiftung Aufarbeitung am 29. Januar 2013 im und am Detlev-Rohwedder-Haus präsentierten Plakatausstellung zum Volksaufstand von 1953 gezeigt.

Nach den derzeitigen Planungen soll die offizielle Einweihung des „Platzes des Volksaufstandes von 1953“ im Rahmen einer Veranstaltung im zeitlichen Kontext des 60. Jahrestages im Juni 2013 erfolgen. Das dort bereits vorhandene Bodendenkmal von Wolfgang Rüppel, die Informationsstelen des Landes Berlin, die vorübergehend im Arkadengang angebrachten Ausstellungsplakate und eine geplante Hinweistafel bilden bereits jetzt einen Kontrast zum idealisierenden Duktus des Wandbildes von Max Lingner. Im Zusammenspiel mit der Platzbenennung wird das Gesamtensemble „Platz des Volksaufstandes von 1953“ künftig auch zum würdevollen Erinnerungsraum an die Geschehnisse und für die Opfer des 17. Juni 1953.

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