Navigation und Service

14.05.2014

Ein Mensch, für den Wer­te kei­ne Phra­sen sind

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gratuliert Theo Waigel zum 75. Geburtstag

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gratuliert Theo Waigel zum 75. Geburtstag

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gratuliert Theo Waigel zum 75. Geburtstag
Quelle:  Maria Dietrich

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble hat seinem Vorgänger Dr. Theo Waigel auf einem Empfang in München zu dessen 75. Geburtstag gratuliert. Schäuble würdigte Waigels Verdienste für Bayern, Deutschland und Europa. Theo Waigel leitete das Bundesfinanzministerium von 1989 bis 1998 und hält damit den Amtszeitrekord im Finanzressort. Schäuble pries auch Waigels menschliche Qualitäten, insbesondere dessen Integrität. Waigel sei „ein Mensch, für den Werte nicht Phrasen sind, sondern Grundlage seines Lebens und Wirkens“.

In einem Gespräch vor mehreren hundert Gästen waren sich beide einig in ihrer positiven Bewertung des Euro, dessen Einführung Waigel in seiner Amtszeit maßgeblich vorantrieb. Schäuble sagte, die Gemeinschaftswährung „war die richtige Entscheidung, wie wir über alle Zweifel der letzten Jahren eindeutig sehen.“ Waigel stimmte zu: Der Euro sei eine stabile Währung und heute deutlich mehr wert als zu Beginn. „Wir hätten sonst eine Achterbahnfahrt der Währungen untereinander, dass uns Hören und Sehen vergeht.“

Waigel betonte seinen Glauben an die Europäische Union. Im Rückblick auf sein Leben – er wurde 1939 geboren, erlebte den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung sowie den europäischen Einigungsprozess mit – könne er sagen: „Meine Erwartungen mit 18 Jahren an die Zukunft und an Europa sind zu 90 Prozent in Erfüllung gegangen. Das macht mich glücklich und versöhnt mit meinem Leben.“

Waigel erzählte auch, wie er seinen Ehrentag am 22. April beging. Erst sei mit der Familie und Freunden im Allgäu gefeiert worden, dann habe er den Garten der Familie in seinem Heimatdorf Oberrohr besucht. Dort stünden sowohl Bäume, die er gepflanzt habe, als auch Bäume, die sein Vater und sogar sein Großvater gepflanzt hätten. Waigel sagte. „Am schönsten blühten die, die vor neunzig bis hundert Jahren gepflanzt wurden. Das zeigt, dass auch Ältere etwas zur Freude von anderen beitragen können.“

Seite teilen und drucken