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17.06.2017

Ge­gen das Ver­ges­sen

Kranzniederlegung am Platz des Volksaufstandes von 1953

Menschen stehen am Platz des Volksaufstandes und gedenken an den 17. Juni 1953.
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Zum 64. Jahrestag des Volksaufstandes von 1953 erinnerten die Bundesregierung, Berliner Repräsentanten sowie Zeitzeugen und Opferverbände an die blutigen Ereignisse, welche sich am 17. Juni 1953 vor dem heutigen Dienstsitz des Bundesministeriums der Finanzen an der Leipziger Straße / Ecke Wilhelmstraße abspielten.

Um der Opfer jenes Tages zu gedenken, legten BMF-Staatssekretär Werner Gatzer, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, der Berliner Kultursenator Klaus Lederer, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland sowie Vertreter der Opferverbände Kränze an dem historischen Ort nieder. Auf dem Platz vor dem damaligen Haus der Ministerien protestierten tausende Arbeiter gegen das Regime der damaligen DDR. Sie forderten Freiheit und Recht, Gewaltenteilung, freie Wahlen und Pressefreiheit.

Nicht zuletzt demonstrierten sie für die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten in Ost und West. Der Aufstand wurde durch die Sowjetarmee blutig niedergeschlagen, mehr als 50 Menschen starben. Das in den Boden eingelassene Denkmal des Künstlers Wolfgang Rüppel sowie die auf Initiative des Bundesfinanzministeriums erfolgte Platzbenennung im Jahr 2013 sollen an den Freiheitsdrang der Demonstranten und die Opfer der Ereignisse des 17. Juni erinnern. Sie sind fester Bestandteil der Auseinandersetzung des Bundesfinanzministeriums mit der bewegten Geschichte des heutigen Detlev-Rohwedder-Hauses.

Der im Rahmen von Renovierungsarbeiten aufgestellte Bauzaun am Platz des Volksaufstandes dient gegenwärtig wieder als Ausstellungsfläche für die bereits zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes 2013 gezeigte Plakatausstellung „Wir wollen freie Menschen sein“. Sie erinnert an die Demonstrationen vor dem Haus der Ministerien, die sich zu Massenportesten in der ganzen DDR ausweiteten. Die Ausstellung wird dort bis zum Abschluss der Renovierung zu sehen sein.