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20.07.2018

#BMFin­tern: Chris­ti­ne Lam­brecht im In­ter­view

Im zweiten Teil unserer Reihe #BMFintern, mit der wir die neue Leitung des Bundesministeriums der Finanzen vorstellen, lernen Sie Christine Lambrecht kennen. Die Parlamentarische Staatssekretärin spricht in einem Interview mit der BMF-Internetredaktion über ihre Rolle und Aufgaben im Ministerium, die Herausforderungen in ihrem Fachbereich und Sie erfahren auch das eine und andere Persönliche.

#BMFintern: Christine Lambrecht im Interview
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen/Thomas Imo

Wie sieht Ihre Rolle im BMF genau aus?

Ich unterstütze den Minister bei der Erfüllung seiner Regierungsaufgaben in den Bereichen Steuern, Finanzmarkt- und Währungspolitik, Zoll und föderale Finanzbeziehungen. Als Parlamentarische Staatssekretärin bin ich die Verbindung zwischen Ministerium und Parlament. Ich vertrete den Minister aber nicht nur in den parlamentarischen Gremien sondern auch gegenüber den Ländern, beispielsweise in der Finanzministerkonferenz und dem Finanzausschuss des Bundesrats.

Auf welche Aufgabe im BMF freuen Sie sich am meisten?

Für mich ist Finanzpolitik ein zentrales Mittel der Politik. Mit einer gerechten Steuerpolitik können gesellschaftliche Prozesse gestaltet werden. Die konsequente Bekämpfung von Schwarzarbeit und Steuerflucht schafft Gerechtigkeit. Ich denke, es bestehen Spielräume, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten und große und sehr große Einkommen stärker in die Solidarität einzubinden. Aber auch die Jahre der Finanzkrise lehren uns, den bisher eingeschlagenen Weg der maßvollen Regulierung beizubehalten. Daran mitzuwirken, darauf freue ich mich.

Was ist die Ihrer Meinung nach aktuell größte politische Herausforderung in Ihrem BMF-Verantwortungsbereich?

Da gibt es ein ganzes Bündel. Wir werden die steuerlichen Möglichkeiten nutzen, um Familien zu fördern und Bezieher von unteren und mittleren Einkommen zu entlasten. Durch das Familienentlastungsgesetz mit einem Volumen von 9,8 Mrd. Euro haben wir bereits den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Weitere Schritte, wie die Abschaffung des Solidaritätszuschlages für rund 90 Prozent aller Soli-Zahler, werden folgen. Aber auch für die Bewältigung der kommenden Herausforderungen müssen und werden wir nachhaltige Lösungen finden. Beispielhaft sei hier nur die Besteuerung der digitalen Wirtschaft, die umfassende Neuregelung der Grundsteuer, die Folgen des Brexits, aber auch die weitergehende Regulierung der Lebensversicherung an die Erfordernisse im Niedrigzinsumfeld erwähnt. Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist ohne ein stabiles Fundament nicht möglich. Umso mehr freue ich mich, hierbei auf die hervorragende Fachkompetenz dieses Hauses, aber auch der vielen Kolleginnen und Kollegen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, dem Bundeszentralamt für Steuern und nicht zuletzt unserer größten Behörde, der Generalzolldirektion, zurückgreifen zu können.

Welche Ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen nutzt Ihnen im BMF besonders?

In meinen 20 Jahren als Bundestagsabgeordnete durfte ich in unterschiedlichen Funktionen viele Entscheidungen auch im wirtschafts- und finanzpolitischen Bereich verantwortlich begleiten. Dazu gehören z. B. die Maßnahmen nach der Wirtschafts- und Finanzkrise und die Neugestaltung der Bund-Länder-Finanzen. Aktuell profitiere ich natürlich davon, dass ich in den Koalitionsverhandlungen gemeinsam mit dem jetzigen Bundesfinanzminister Olaf Scholz für die SPD-Seite den Bereich Finanzen verhandelt habe.

#BMFintern: Christine Lambrecht im Interview
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen/Thomas Imo

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