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25.02.2019

#BM­Fin­tern: Ja­kob von Weiz­sä­cker im In­ter­view

Jakob von Weizsäcker, Chefökonom und Leiter der Grundsatzabteilung
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Wie sieht Ihre Rolle im BMF genau aus?

Nach sechs Wochen wäre es anmaßend so zu tun, als könnte ich diese Frage schon abschließend beantworten. Aber im Kern geht es in der gesamten Abteilung I darum, zentrale volkswirtschaftliche Fragen für Deutschland, Europa und die internationale Zusammenarbeit rechtzeitig zu identifizieren, zu durchdenken und dann das politische Handeln fundiert zu beraten.

Was ist die Ihrer Meinung nach aktuell größte politische Herausforderung in Ihrem BMF-Verantwortungsbereich?

Wir sind gedanklich nicht sehr gut vorbereitet auf eine Welt, in der Ersparnis und Kapital viel weniger knapp sein dürften als in der Vergangenheit. Das bedeutet, dass die Zinsen als Preis für Ersparnis längerfristig sehr niedrig bleiben dürften, dass deshalb der Spielraum der Geldpolitik viel kleiner wäre als in der Vergangenheit und dass sich gleichzeitig viele öffentliche und private Investitionen lohnen könnten, die sich in der Vergangenheit vielleicht nicht gelohnt hätten.

Auf welche Aufgabe im BMF freuen Sie sich am meisten?

Dazuzulernen und andere zum Dazulernen zu ermutigen.

Welche Ihrer bisherigen beruflichen Erfahrungen wird Ihnen im BMF besonders nutzen?

Meine jetzige Aufgabe ist genau an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Politik. Glücklicherweise konnte ich in allen drei Bereichen schon berufliche Erfahrungen sammeln.

Jakob von Weizsäcker, Chefökonom und Leiter der Grundsatzabteilung
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

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