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03.10.2014

Der Mau­er­fall

Die Wochen nach dem Fall der Mauer waren eine Zeit des Jubels: Erstmals in der deutschen Geschichte hatte das Volk ein scheinbar unumstößliches Regime zu Fall gebracht. Es folgte eine immense Aufbauarbeit, die bis heute andauert. Gleichzeitig stand und steht das wiedervereinigte Deutschland vor der Herausforderung, die europäische Integration mitzugestalten und weiter voranzutreiben – als starke Wirtschaftsnation und politisch verlässlicher Partner.

Ein Ministerium schreibt Geschichte

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und seine nachgeordneten Behörden waren und sind am deutschen und europäischen Einigungsprozess maßgeblich beteiligt: Das Ministerium bereitete zum 1. Juli 1990 die innerdeutsche Währungsunion vor und übernahm mit der Wiedervereinigung die Aufsicht über die Treuhandanstalt. Offene Vermögensfragen aus der Zeit der DDR klärt beispielsweise bis heute das dem BMF unterstellte Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV). Die Deutsche Einheit hat nicht zuletzt den Prozess der Einigung Europas beschleunigt. Ein Meilenstein auf dem Weg dorthin war die Einführung des Euro, ebenfalls begleitet vom BMF. 

Licht und Schatten

Der Blick zurück zeigt: Eine Erfolgsgeschichte verläuft nicht nur geradlinig. Viele haben die tatsächlichen Herausforderungen der Einheit unterschätzt. Zahlreiche Menschen im Osten sehen sich eher als Verlierer der Wende. Im Westen wiederum ist mancher der Ansicht, die Einheit habe vor allem finanzielle Nachteile gebracht. Das BMF ist zuversichtlich, dass diese Schatten verfliegen werden. Der Aufbau in den neuen Bundesländern schreitet voran, Deutschland spielt eine bedeutende Rolle in der Welt und Europa wächst weiter zusammen. Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung haben zu alledem maßgeblich beigetragen.