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11.12.2012

Aus­stel­lung „Fran­ce­Al­le­ma­gne

Verdun, 1984. Helmut Kohl und François Mitterrand stehen Hand in Hand vor dem Grab des unbekannten Soldaten. Frédéric de La Mure, offizieller Fotograf des französischen Außenministeriums, hat diesen historischen Moment für immer festgehalten.
Das Bild geht um die Welt. 26 Jahre später steigt Frédéric de La Mure auf sein Fahrrad und fährt 772 Kilometer an der deutsch-französischen Grenze entlang. Diesmal will er nicht „zwei Männer, sondern zwei Länder Seite an Seite“ fotografieren.

Die Bilder dieser Reise sind seit dem 10. Dezember 2012 im Bundesfinanzministerium zu sehen. Die Ausstellung findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags statt. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat der parlamentarische Staatssekretär Steffen Kampeter übernommen. Der Botschafter der Französischen Republik in Deutschland, Maurice Gourdault-Montagne, war bei der Ausstellungseröffnung anwesend und hat in seinem Grußwort die Bedeutung der deutsch/französischen Freundschaft für ein in Frieden und Freiheit geeintes Europa bekräftigt.

„Aufgrund der geteilten Geschichte, der geographischen Lage und der Größe der Volkswirtschaften haben die deutsch-französischen Beziehungen immer schon eine besondere Bedeutung innerhalb der Union der 27 Mitgliedstaaten gehabt. Wie intensiv die deutsch-französische Zusammenarbeit geworden ist, hätte vor 50 Jahren niemand ahnen können. (…) Seit Beginn der Finanzkrise 2007 und im weiteren Verlauf der Schuldenkrise in Europa hat die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Staatschefs, aber auch gerade zwischen den Finanzministern in der Eurogruppe und im ECOFIN-Rat in Brüssel enorm an Bedeutung und Dynamik gewonnen. Deutschland und Frankreich haben bei den Reformen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, bei den neuen Kontrollinstrumenten und den Kriseninterventionsinstrumenten EFSF und ESM zusammengearbeitet. Gemeinsam haben wir den Fiskalvertrag und den Euro-Plus-Pakt ermöglicht. Wir haben die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene vorangetrieben, Vorschläge zur Stärkung der Eurogruppe und zur Eurozonen-Governance entwickelt und auch international gemeinsam für eine bessere Finanzmarktregulierung gekämpft. Wir arbeiten an der nachhaltigen Gesundung der europäischen Volkswirtschaften. Deutschland und Frankreich tragen dabei eine ganz besondere Verantwortung“, hat Staatssekretär Steffen Kampeter betont.

Frédéric de La Mure interessiert sich für die alltäglichen Konsequenzen dieser Freundschaft am Ort, wo der Wandel am tiefsten ist: an der Grenze. (…) Die Grenzregionen haben eine vordergründige Rolle zu spielen in der weiteren Integration unserer beiden Länder. (…) Wer wird uns selbst bewegen, die wir Europa bewegen? Vielleicht eben die Bewohner der Grenzregionen, die diese transnationale Union jeden Tag erleben. „Das Friedensnobelpreiskomitee hat dieses Jahr die EU gekrönt, und die besondere Rolle der deutsch-französischen Freundschaft im Prozess der europäischen Völkerverständigung hervogehoben. Diese Freundschaft feiert gerade ihr 50-jähriges Bestehen. Sie wurde nämlich am 22. Januar 1963 durch den Élysee-Vertrag besiegelt, für dessen Jubiläum gerade ein Deutsch-Französisches Jahr organisiert wird, an welchem das Bundesfinanzministerium sich mit dieser Ausstellung beteiligt", sagte der Botschafter der Französischen Republik in Deutschland, Maurice Gourdault-Montagne.

Wenn Sie sich die Bilder anschauen möchten, senden Sie unter Angabe Ihres Namens, Anschrift und Telefonnummer eine E-Mail an veranstaltung@bmf.bund.de. Wir melden uns bei Ihnen.