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21.10.2019

Fes­ti­val of Lights 2019: Das BMF leuch­tet für die Frei­heit

Das BMF erzählte beim Festival of Lights 2019 vom 11. bis 20. Oktober in einem 3D-Video-Mapping die Geschichten seines Dienstgebäudes, die eng verbunden sind mit der Geschichte der Berliner Mauer und uns daran erinnern, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist und wir sie jeden Tag aufs Neue verteidigen müssen. Über Instagram konnten Sie sich darüber hinaus an einer interaktiven Aktion beteiligen: Wir rissen gemeinsam die Berliner Mauer noch einmal nieder!

Das BMF leuchtete für die Freiheit: Festival of Lights 2019

Das BMF nahm mit zwei Beiträgen am Festival of Lights 2019 teil. Der erste Festival-Beitrag erzählte in einem spektakulären 3D-Video-Mapping die Geschichten seines Dienstgebäudes, die eng verbunden sind mit der Geschichte der Berliner Mauer:

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Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Im großen Saal hinter dem Balkon des heutigen Detlev-Rohwedder-Hauses bestreitet der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf einer Presskonferenz mit dem berühmten Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ was längst beschlossen ist. Nur zwei Monate später, am 13. August 1961, beginnen Ost-Berliner Bauarbeiter mit der Errichtung der Berliner Mauer. Mit dieser Maßnahme begegnet die DDR-Regierung dem anhaltenden Flüchtlingsstrom nach Westdeutschland. Sie trennt Ost- und West-Berlin für fast 30 Jahre nicht nur ideologisch, sondern auch physisch voneinander.

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Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Für die Geschichte der DDR wurde das heutige Detlev-Rohwedder-Haus bereits vorher zu einem zentralen Schauplatz, und zwar am 7. Oktober 1949. An diesem Tag erklärte sich hier der Deutsche Volksrat, eine Art Ersatzparlament der sowjetischen Besatzungszone, zur provisorischen Volkskammer und setzte die Verfassung der DDR in Kraft: die Gründung der DDR – und somit die Teilung Deutschlands – war damit vollzogen. Nach dem Auszug der Volkskammer diente das Gebäude als „Haus der Ministerien“ der DDR.

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Bild 05
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Im heutigen Detlev-Rohwedder-Haus, dem Haupt-Dienstsitz des BMF, wurde 1949 die DDR ausgerufen und es zog das „Haus der Ministerien“ ein, ein Zentrum der DDR-Regierung. Am 17. Juni 1953 – die junge DDR ist gerade mal etwas älter als dreieinhalb Jahre – erhob sich auf dem Platz vor dem Gebäude das Volk und forderte die Rücknahme der kurz zuvor beschlossenen Arbeitsnormerhöhung sowie die Absetzung der Regierung. Die Kunde vom Aufstand verbreitete sich schnell im ganzen Land. Daraufhin griff die sowjetische Besatzungsmacht mit äußerster Brutalität durch und schlug den Aufstand blutig nieder. Heute ist der „Platz des Volksaufstandes von 1953“ ein Erinnerungsraum. Das dortige Bodendenkmal von Wolfgang Rüppel gedenkt der Geschehnisse und der Opfer und konterkariert sowohl inhaltlich als auch formal den idealisierenden Duktus des Kachelmosaiks „Aufbau der Republik“ von Max Lingner, das sich als Wandbild am Gebäude befindet.

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Bild 04
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Im heutigen Detlev-Rohwedder-Haus befand sich nach der Gründung der DDR das „Haus der Ministerien“. Gebäudeteile erstrecken sich ab 1961 in den neu errichteten sogenannten Todesstreifen, welcher Ost- und West-Berlin voneinander trennt. Noch heute befinden sich dort letzte Teile der Berliner Mauer. Vom Dach des Gebäudes kommt es am 28. Juli 1965 zu einer spektakulären Flucht von Ost nach West. Die Familie Holzapfel gehört zu den 5.000 Menschen, denen es zwischen 1961 und 1989 gelingt, über die Berliner Mauer dem ostdeutschen Regime zu entfliehen. Hunderte jedoch bezahlen den Wunsch nach einem Leben in Freiheit mit ihrem Leben.

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All diese Ereignisse erinnern uns daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist und wir sie jeden Tag aufs Neue verteidigen müssen. Das war die Botschaft des interaktiven zweiten Festival-Beitrags, an der sich alle Besucherinnen und Besucher über die sozialen Medien beteiligen konnten: Jeden Tag konnte über Instagram abgestimmt werden, welches Stück der Projektion der Berliner Mauer auf der Fassade des Detlev-Rohwedder-Hauses am nächsten Tag einstürzen sollte. Tausende haben bei der Aktion mitgemacht und ein Zeichen gesetzt: Gemeinsam bringen wir Mauern zu Fall!

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Quelle:  Bundesministerium der Finanzen / Photothek

„Bund für Freiheit“: Gemeinschaftsaktion der Bundesregierung

Das BMF ist mit seinem Beitrag Teil einer Gemeinschaftsaktion der Bundesregierung: Mehrere Bundesministerien, das Bundespresseamt und das Europäische Haus am Pariser Platz lassen anlässlich des 30. Mauerfall-Jubiläums den Berliner Abendhimmel im Zeichen der Freiheit erstrahlen. Zu entdecken: Lichtprojektionen zur Friedlichen Revolution, zum Mauerfall und zur Einheit Europas, aber auch zu den Freiheitsrechten des Grundgesetzes, das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. Teil der Illuminationen ist das Logo des Jubiläumsjahres „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ – ein schwarz-rot-goldenes Herz –, welches die Freude über den einzigartigen Glücksfall der deutschen Geschichte symbolisiert. Eine kostenlose Bustour der Bundesregierung führte zu allen teilnehmenden Bundesministerien und Festival-Highlights, die im Lichte des Jubiläumsjahres „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ stehen.

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