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Bü­roraum

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1935 bis 1945

Die moderne Stahlskelettbauweise machte sich auch beim Zuschnitt der Büroräume bemerkbar: Die Zimmer in der Standardgröße von ca. 15 Quadratmetern sind flexibel aufteilbar. Auch technisch waren die Büros auf der Höhe der Zeit: Jeder Arbeitsplatz hatte eine eigene Telefonverbindung. Jedes Zimmer war zudem mit einem Tresor und einem Waschbecken ausgestattet. Zur Zeit der Fertigstellung standen mehr als 2.000 Räume zur Verfügung. Jedoch hatten nur wenige der über 3.000 Mitarbeiter das Privileg eines Einzelzimmers: Oft teilten sich mehrere Mitarbeiter die Büros und arbeiteten an gegenüberstehenden Schreibtischen.

1945 bis 1990

Historische Aufnahme der Baustelle des heutigen Bundesfinanzministeriums in Berlin aus dem Jahr 1935/1936
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Nach Ende des Krieges wurden auch die Büroräume erneuert. Bis zur Wiedervereinigung arbeiteten hier bis zu 6.000 Menschen. Auch um die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen, wurde ein umfassender Service eingeführt. Bis zu 25 verschiedene Dienstleistungen konnten in Anspruch genommen werden, von Kliniken über eine Buchhandlung, Sparkasse bis hin zu Sportmöglichkeiten. Das Haus der Ministerien verwandelte sich in eine kleine Stadt in der Stadt. Das gehobene Angebot blieb jedoch den Bediensteten der Ministerien vorbehalten. Außenstehende hatten hingegen keinen Zugang zu diesen Annehmlichkeiten.

1990 bis heute

Aufnahme einer Schrankwand in einem Büro im heutigen Bundesfinanzministerium in Berlin
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Die heutigen Büroräume entsprechen in ihrer Ausstattung weitgehend dem Urzustand von 1935. Die flurseitige Wand diente als Schrankwand und in dieser waren Einbauwaschbecken, Tresor und Kleiderablagen vorhanden. Während die Waschbecken entfernt und durch Regaleinbauten ersetzt wurden, sind die Tresore noch vorhanden.. An vielen Türen wurden die original Türnummern aus dem Jahr 1936 angebracht. Die moderne Haustechnik fand unter den verbreiterten Fensterbänken Platz.


Aufnahme eines sogenannten Beamtengangs im heutigen Bundesfinanzministerium in Berlin
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Die Büroräume sind meist zweibündig an den Fluren gelegen und durch sogenannte Beamtengänge verbunden. Hierbei handelt es sich direkte Verbindungstüren zwischen den Räumen, die als zweiter Korridor dienen. So ist gewährleistet, dass die weitläufigen Flure des Gebäudes frei bleiben und gleichzeitig die Kommunikation untereinander reibungslos klappt.


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