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Eu­ro­saal

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1935 bis 1945

Neben dem „Großen Saal“ war der „Kleine Festsaal“ der zweite wichtige Repräsentations- und Sitzungsraum im Reichsluftfahrtministerium. Der wurzelholzgetäfelte Saal war im Dritten Reich Kulisse für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Nach dem Pogrom am 10. November 1938 fand unter Görings Leitung in dem Saal eine Konferenz statt, bei der unter Beisein anderer Nazigrößen wie Josef Goebbels und Reinhard Heydrich ein Repressionskatalog verordnet wurde, der die Entrechtung der jüdischen Bürger weiter vorantrieb: Neben einer Sühneleistung von einer Milliarde Reichsmark und weiteren Entschädigungszahlungen wurden Juden aus dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen und quasi über Nacht enteignet. Bis zur physischen Vernichtung der Juden in Europa ist es damit nur noch ein kleiner Schritt.

1990 bis heute

Historische Aufnahme des heutigen Eurosaals iim Bundesfinanzministeriums in Berlin
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Der 280 Quadratmeter messende ehemalige „Kleine Festsaal“, heute Eurosaal, dient als Tagungsraum für nationale und internationale Konferenzen. Um für einen reibungslosen Sitzungsablauf die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, wurden hinter einer Glaswand sechs Regie- und Dolmetscherkabinen in die Rückwand des Saals eingebaut.





Der Eurosaal verfügt über moderne Konferenztechnologie, die es unter anderem erlaubt, über eine Videowand weltweit zu kommunizieren. Neben diesen modernen Einbauten wurden aber auch historische Merkmale des Saals erneuert: Die ursprüngliche Holzvertäfelung wurde unter mehreren Schichten Farbe und Tapeten wieder freigelegt und restauriert. Auch die originalen Türen zum Saal sind erhalten geblieben. Er entspricht den heutigen notwendigen Sicherheitskriterien.

Aufnahme vom Eurosaal im heutigen Bundesfinanzministerium in Berlin
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen
Aufnahme der Videoleinwand im Eurosaal im heutigen Bundesfinanzministerium in Berlin
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

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