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IT-Betriebskonsolidierung Bund

Stand: April 2023

Die digitale Modernisierung unseres Landes ist ein Kernziel der amtierenden Bundesregierung. Digitale Technologien sollen genutzt werden, um Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und staatliche Akteure in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu stärken. Für die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen sollen die Behörden mit der notwendigen Technik ausgestattet werden.

Die IT-Betriebskonsolidierung Bund (BKB) ist in der Abteilung Z angesiedelt und schafft als zentrales IT-Zukunftsprojekt der Bundesverwaltung die hierfür notwendigen Fundamente.

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Quelle:  Adobe Stock / Julian – stock.adobe.com

IT-Konsolidierung Bund 

Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung die Durchführung des Gesamtprojekts IT-Konsolidierung Bund“ (IT-K Bund)unter federführender Verantwortung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (heute Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)) beschlossen. Mit Beschluss der Bundesregierung vom 6. November 2019 erfolgte eine Neuausrichtung des Projekts IT-K Bund.

Seit dem 1. Januar 2020 wird die IT-K Bund wie folgt umgesetzt:

  • IT-Betriebskonsolidierung Bund (BKB) unter Verantwortung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)
  • Dienstekonsolidierung (DK) unter Verantwortung des BMI

Ziele der IT-Betriebskonsolidierung Bund

Die Konsolidierung des IT-Betriebs stellt eine besonders komplexe Aufgabe dar. Die rund 200 Bundesbehörden speichern ihre Daten bislang in mehreren hundert Rechenzentren beziehungsweise Serverräumen. Ziel der BKB ist die Überführung konsolidierungsfähiger IT-Lösungen der Behörden in die Masterrechenzentren des ITZBund. Um das Ziel zu erreichen, wurde vom Projekt BKB in Verbindung mit dem Projekt operative IT-Konsolidierung im ITZBund (ProITK) initial die IT-Betriebsplattform Bund (BP Bund) als zentrale und standardisierte Betriebsplattform, welche die IT-Lösungen der Behörden zusammenführt, für unterschiedliche Schutzbedarfe konzipiert und umgesetzt. Die BP Bund wird durch die Projekte BKB und ProITK fortlaufend weiterentwickelt. Der initiale Aufbau der BP Bund konnte 2021 erfolgreich abgeschlossen werden – inklusive der Verlegung von Netzwerkkabeln in einer Gesamtlänge von 13,2 km und dem Verbau von 108 physischen Serversystemen. Zwischenzeitlich hat die BP Bund als erste und aktuell einzige IT-Infrastruktur des Bundes sowohl die ISO-Zertifizierung nach ISO 27001 als auch die VS-Freigabe nach der VSA erhalten. 

Die Vorbereitung und Durchführung der Migration erfolgt in Behördenprojekten, die in vier Wellen gestaffelt von 2021 bis 2028 durchgeführt werden. Nach der Migration erfolgt der IT-Betrieb der virtualisierten Server auf der IT-Betriebsplattform Bund (BP Bund) im Servicemodell „Infrastructure as a Service“ (IaaS).

Organisation des Projekts

Die 13 Behördenprojekte der Welle 1 wurden gemäß dem Reihenfolgeplan der BKB im 1. Quartal 2021 initialisiert und sind planmäßig zum 1. Juli 2021 in die Vorbereitungsphase übergegangen, die mit einer Dauer von 12 Monaten angesetzt ist. Am 1. Juli 2022 hat die bis zu zweijährige Durchführungsphase begonnen, in der die konsolidierungsfähigen IT-Lösungen auf die BP Bund migriert werden. Im Herbst 2022 starteten 17 weitere Bundesbehörden – im Rahmen der Welle 2 – in die Initialisierungsphase.